Einen Monat nach Unglück: Wie geht es mit der Vermissten-Suche in der Talsperre Pöhl weiter?
Pöhl - Seit einem Monat werden zwei Schwimmer (28, 41) vermisst, die mutmaßlich im Stausee der Talsperre Pöhl (Vogtlandkreis) ertrunken sind. Aber warum dauert die Suche nach den beiden Männern so lange? Die Ursachen hierfür sind technischer Natur - und die Umweltbedingungen.
Am 28. Juni waren die beiden Männer zusammen mit einer Frau (27) auf einem Tretboot auf der Talsperre Pöhl unterwegs. Nachdem die Männer ins Wasser gestiegen waren, wurden sie von der Strömung abgetrieben. Der Frau blieb unversehrt. Seit einem Monat fehlt jede Spur von den Vermissten.
Dies liegt zum einen an der Größe des Stausees: "Es handelt sich um ein offenes Gewässer mit einer maximalen Tiefe von bis zu 40 Meter. Der Suchbereich von etwa 200 mal 300 Meter in Verbindung mit der Tiefe ergibt einen sehr großen Suchbereich", erklärt Sprecher Enrico Liebold (40) von der Polizeidirektion Zwickau.
Je tiefer das Gewässer ist, desto schwieriger sind auch die Sichtverhältnisse:
"Die Talsperre ist sehr dunkel", so Polizeisprecher Alexander Borgis (36) von der Bereitschaftspolizei in Leipzig. Zwar wurde bei der Suche auch ein Sonar eingesetzt, was Auffälligkeiten registriert. Aber: "Die schlechten Sichtverhältnisse erschweren den Einsatz der Taucher bei der Überprüfung der auffälligen Sonarbilder", so Borgis weiter.
Die Wasserschutzpolizei startet vom 7. bis 9. August eine neue Suchaktion bei der Talsperre. Dann wird das Ufer abgesucht und der Bereich kontrolliert, wo die beiden Schwimmer zuletzt gesehen wurden.
Titelfoto: Ellen Liebner
