Nach über 140 Jahren: Teile von Stadtbach kehren zurück

Plauen - Die Stadt Plauen (Vogtlandkreis) bekommt einen lange versteckten Bach zurück. Der Freistaat Sachsen lässt sich das 1,7 Millionen Euro kosten.

Sobald der Syrabach in Plauen freigelegt ist, soll er naturnah gestaltet werden mit Begrünung, Bäumen und Sträuchern. (Symbolfoto)  © bebuntoon/123RF

Bereits seit 1885 fließen Teile des Syrabachs in Plauen unterirdisch. Insgesamt führt mehr als ein Kilometer unter der Plauener Innenstadt entlang. Erst kurz vor der Mündung in die Weiße Elster ist das Ende des Kanals. Doch das soll sich bald ändern.

"Die Stadt Plauen plant, den derzeitig unter Asphalt und Beton verborgenen Syrabach zwischen Melanchthonstraße und Theaterstraße auf einer Länge von 125 Metern freizulegen", teilt die Landesdirektion Sachsen mit. Nach der Freilegung, bei der Asphalt und Beton entfernt werden, sollen der Bach und seine Umgebung mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt werden.

"Die Freilegung der Syra im Stadtzentrum wird den Bereich zwischen Melanchthonstraße und Theaterstraße optisch aufwerten und ein weiteres Fleckchen Natur in die Innenstadt bringen. Wir sind dankbar für die Fördermittel, ohne die weder die Beseitigung der Altlasten noch die eigentliche Freilegung der Syra möglich gewesen wären", so Oberbürgermeister Steffen Zenner (57, CDU).

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"Wo heute noch versiegelte Flächen liegen, wird künftig wieder Natur entstehen. Mitten im Stadtzentrum lädt dann eine grüne Oase zum Erholen ein", freute sich Béla Bélafi (52), Präsident der Landesdirektion Sachsen.

Altlasten von einer ehemaligen Tankstelle wurden bereits beseitigt.

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Artenvielfalt wird gefördert

Wie die Landesdirektion erklärt, profitiert nicht nur die Stadt von der Maßnahme, sondern vor allem auch die Natur. Es wird neuer Lebensraum für Tiere und Pflanzen geschaffen und unterschiedlich tiefe Bereiche und kleine Wasserbecken fördern, zudem die Artenvielfalt.

Insgesamt erhält die Spitzenstadt 1,7 Millionen Euro Fördermittel vom Freistaat für das Vorhaben. Ein erster Teil, rund 1,2 Millionen Euro, wurde bereits im Juni zugewiesen, nun folgte die restliche Summe. Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei 1,9 Millionen Euro.

Die Bauarbeiten werden bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

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