Von England nach Sachsen: Wie aus einer Gärtner-Idee das Blumenparadies Altzella wurde
Nossen - Zum 25. Mal lockt am Samstag und Sonntag die "Blumen- und Gartenschau Altzella" in den Klosterpark.
Was 1999 mit 14 Gärtnereien und Ausstellern begann, hat sich über die Jahre zu einem Blumenparadies mit bis zu 130 Anbietern und 12.000 Besuchern ausgewachsen. Zum Jubiläum schnupperte Tourismusministerin Barbara Klepsch (60, CDU) an den duftenden Rosen.
"Ich habe zwar schon viele Kletter- und Strauchrosen, aber ein Plätzchen findet sich immer noch - auch wenn mein Mann den Kopf schüttelt", lacht Klepsch. Manchmal würde ja auch was eingehen. "Im Garten im Erzgebirge besteht immer die Gefahr, dass die Rehe die Knospen wegknabbern."
Eine ganz besondere Rose hat Klosterchefin Ina Schumann vorzuweisen: die Sorte "Altzella". "Die Züchtung aus dem Pfarrgarten Sachsdorf wurde im Kloster bei der Blumenschau getauft", erinnert sich Schumanns Vorgängerin Ingrid Welzig.
Sie weiß auch noch: "Die Idee zur Blumenschau hatte 1999 unser Gärtner. Er war viel in England unterwegs und sah dort in vielen Ortschaften kleine Blumenschauen. Da zu diesem Zeitpunkt Schreiberei, Konversenhaus und Toiletten der Klosteranlage saniert waren, konnten wir starten."
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Klostergärtnerei von Anfang an dabei
Von der ersten Stunde an dabei: die Klostergärtnerei Altzella, seit 2019 geführt von Maria Richter. "Mein Urgroßvater Bruno war ab 1910 Parkgärtner in Altzella", rollt die 39-Jährige die Familiengeschichte auf.
Sie organisiert am Wochenende die Floristikschau im kühlen Refektorium, dem ehemaligen Speisesaal des Klosters. "Überhaupt gibt es bei uns im Park viel Schatten und in der Klosteranlage kühle Räume", sagt Klosterchefin Schumann. "Nur wer hitzeunverträgliche Produkte wie Kosmetik oder Käse anbieten wollte, hat abgesagt - alle anderen Händler und Gärtnereien sind mit dabei."
Per Cool-Mobil (Lasten-E-Bike) wird man mit Trinkwasser, Fächern, nasskalten Handtüchern und einer Wasserdusche erfrischt. Ausstellungsbereiche wurden in den Schatten verlegt und die Schau öffnet schon um 9 Uhr. Eintritt: 8 Euro.
Infos: kloster-altzella.de
Titelfoto: Bildmontage: Holm Helis (3)

