Warum Urlaub in der Ferne? Diese sächsischen Wander- und Radtouren solltest Du nicht verpassen

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Viele Sachsen bleiben wegen der zahlreichen Krisen in diesem Sommer einfach zu Hause. Nicht die schlechteste Alternative! Wir präsentieren in unserer neuen Sommerserie "Urlaub in der Heimat - Wandern und Radeln durch Sachsen" für jede Urlaubsregion eine Wander- und Radroute, natürlich mit Tipps für schöne Stopps und welche Sehenswürdigkeiten Ihr unterwegs entdecken könnt. Unser Heimaturlaub beginnt in der Sächsischen Schweiz.

Der Malerweg

Die Schrammsteine gehören zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten am Malerweg.
Die Schrammsteine gehören zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten am Malerweg.  © Sebastian Rose/PR

Auf 116 Kilometern führt der Malerweg, einer von Deutschlands schönsten Wanderwegen, durch wildromantische Schluchten, vorbei an bizarren Felsformationen und gibt dabei immer wieder atemberaubende Panorama-Aussichten preis.

Schon Dichter und Künstler wie Caspar David Friedrich (1774–1840) wussten die Landschaft der Sächsischen Schweiz zu schätzen, und so wandelt man heute auf Pfaden, auf denen eben jene schon vor über 200 Jahren entlangwanderten.

Höhepunkte: Nationalpark Sächsische Schweiz, Festung Königstein, Bastei mit Basteibrücke, Schrammsteine und Pfaffenstein.

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Veranstaltungstipp: Bis Oktober kann man den Malerweg, der 2026 seinen 20. Geburtstag feiert, einmal im Monat auf speziellen Jubiläumstouren kennenlernen. Termine: 19. Juli, 23. August, 13. September und 18. Oktober.

Anmelden kannst Du Dich unter: saechsische-schweiz.de

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Begib Dich auf die historische Spurensuche von Caspar David Friedrich

Die Strecke rund um den Malerweg umfasst rund 116 Kilometer.
Die Strecke rund um den Malerweg umfasst rund 116 Kilometer.  © OpenStreetMap

Etappenempfehlung: Fern der überlaufenen Touristenziele finden sich vom Malerweg ausgehend zahlreiche schöne Touren. Der Fremdenweg beispielsweise, ein historischer Pfad, den schon Caspar David Friedrich nutzte, führt auf 8,7 Kilometern (circa vier Stunden) vom Kuhstall zum Großen Winterberg und weiter bis nach Schmilka.

Ausgangspunkt ist die Endstation der Kirnitzschtalbahn am Lichtenhainer Wasserfall (beides lässt sich gut in den Ausflug integrieren). Von hier aus folgt man zunächst dem Malerweg bis zum Kuhstall, dem größten natürlichen Felsentor der Sächsischen Schweiz.

Nach dem Abstieg beginnt der urige Fremdenweg (roter Punkt), der über steile Treppen zum Kleinen Winterberg (ab hier roter Strich) mit toller Aussicht zum Hinteren Raubschloss und zum Großen Winterberg führt.

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Tipp: Die nahe gelegene Kipphornaussicht bietet einen besseren Panoramablick ins Elbtal, das man schließlich wieder entlang des Malerweges erreicht.

Das steinerne Wahrzeichen des Nationalparks Sächsische Schweiz: die Basteibrücke.
Das steinerne Wahrzeichen des Nationalparks Sächsische Schweiz: die Basteibrücke.  © imago/Beautiful Sports

Steckbrief

Neben der außergewöhnlichen Landschaft gibt es zahlreiche Aussichtspunkte zu entdecken.
Neben der außergewöhnlichen Landschaft gibt es zahlreiche Aussichtspunkte zu entdecken.  © Dennis Stratmann

Strecke: 116 Kilometer in acht Etappen (je 11–18 Kilometer)

Gehzeit: 46 Stunden

Markierung: Malerweg/M-Logo

Schwierigkeit: leichte (Etappe 1), mittelschwere (Etappe 2, 3 & 8) und schwere Abschnitte (Etappe 4–7); 3600 Höhenmeter sind zu bewältigen, viele Stufen und Leitern (erfordern Schwindelfreiheit und Trittsicherheit)

Unterkünfte: zahlreiche Unterkünfte in jeder Kategorie, mit speziellen Angeboten für Malerweg-Wanderer, zum Beispiel Eine-Nacht-Aufenthalte, Lunchpakete oder Gepäcktransfer

Alle weiteren Informationen findest Du unter: sachsen-tourismus.de.

RockHead

Wer Lust auf ein Fahrrad-Abenteuer hat, ist beim RockHead genau richtig. (Symbolfoto)
Wer Lust auf ein Fahrrad-Abenteuer hat, ist beim RockHead genau richtig. (Symbolfoto)  © Philipp Herfort

Der RockHead verbindet auf 320 Kilometern zwei Regionen miteinander: die Sächsische Schweiz und die Oberlausitz. So führt die Strecke - zum Großteil über Schotter- und Waldwege fernab von Straßen - durch das Elbsandsteingebirge, das Oberlausitzer Bergland und das Zittauer Gebirge.

Neben wunderschönen Panoramen verspricht das auch eine echte Herausforderung. Denn steile Anstiege und rasante Abfahrten warten auf die Gravelbiker. Die Orientierung erfolgt per GPS.

Höhepunkte: Burg Stolpen, Burg und Kloster Oybin, Herrnhuter Brüdergemeine, Festung Königstein

Etappenempfehlung: Der "Malerweg für Radfahrer" führt von Wehlen über Bad Schandau nach Sohland/Spree. Dies entspricht der gelben (43 Kilometer/3 Stunden) und grünen Etappe (64 Kilometer/5,2 Stunden) des RockHead, für die man sich wenigstens zwei Tage Zeit nehmen sollte.

Die Route führt ein Stück die Elbe entlang, dann aber vor allem durch Wälder und Felslandschaften und in der Oberlausitz vorbei an den typischen Umgebindehäusern.

Ein Abstecher lohnt zum Beispiel zu den Nikolsdorfer Wänden und dem Walderlebniszentrum Leupoldishain auf der gelben Etappe oder in die Schaumanufaktur "Deutsche Kunstblume Sebnitz" auf der grünen Route.

Der Rundweg umfasst etwa 328 Kilometer.
Der Rundweg umfasst etwa 328 Kilometer.  © OpenStreetMap
Die Fähre in der Stadt Wehlen ist ein wichtiger Knotenpunkt auf dem RockHead.
Die Fähre in der Stadt Wehlen ist ein wichtiger Knotenpunkt auf dem RockHead.  © Philipp Herfort Photography/PR
Ein Teil des RockHead führt über den Bahnradweg - eine ehemalige Bahntrasse - in Cunewalde.
Ein Teil des RockHead führt über den Bahnradweg - eine ehemalige Bahntrasse - in Cunewalde.  © Philipp Herfort Photography/PR
Den RockHead kann man mit Gravel-, Mountain- oder robustem Trekkingbike befahren. Auch für E-Bikes gibt es unterwegs Ladestationen.
Den RockHead kann man mit Gravel-, Mountain- oder robustem Trekkingbike befahren. Auch für E-Bikes gibt es unterwegs Ladestationen.  © Philipp Herfort Photography/PR

Steckbrief

In der Oberlausitz kommen Radfahrer an den in der Region typischen Umgebindehäusern vorbei - wie hier in Schirgiswalde.
In der Oberlausitz kommen Radfahrer an den in der Region typischen Umgebindehäusern vorbei - wie hier in Schirgiswalde.  © Philipp Herfort Photography/PR

Strecke: 328 Kilometer Rundweg (sieben Etappen à 30–65 Kilometer)

Fahrzeit: 23 Stunden

Markierung: Keine! Deshalb sollte man ein Starterpaket (ab 19,90 Euro - rockhead.bike/starterpakete) mit Kartenmaterial und GPS-Daten kaufen.

Schwierigkeit: Der südliche Teil ist schwieriger als der nördliche, vor allem wegen der vielen Anstiege.

Unterkünfte: Entlang der Strecke gibt es Übernachtungsmöglichkeiten von Hotel über Pension bis Campingplatz.

Weitere Informationen findest Du hier: sachsen-tourismus.de

Titelfoto: Fotomontage/Philipp Herfort Photography/PR/Philipp Herfort

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