Weiterer Abschiebeflug geplant? In Leipzig regt sich Widerstand

Von Jörg Schurig

Schkeuditz - Gegen einen möglichen Abschiebeflug nach Afghanistan regt sich in Leipzig Widerstand. Ein antirassistisches Bündnis in der Messestadt rief für den Montag zu Protesten am S-Bahnhof Flughafen Leipzig und am Dienstag in der Leipziger Innenstadt auf.

Rund 200 Personen nahmen am Montagabend an dem Protest am Flughafen teil.  © Michael Strohmeyer

Die Aktivisten gehen davon aus, dass eine halbe Stunde nach Mitternacht in der Nacht zum Dienstag eine Abschiebung mit einem Charterflug vom Flughafen Leipzig/Halle erfolgt.

Eine offizielle Bestätigung der Behörden gab es dafür zunächst nicht.

"Diese Abschiebungen können nur aufgrund der dreckigen Hinterzimmerdeals der Bundesregierung mit den Taliban stattfinden", erklärte Bündnissprecherin Luca Müller.

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Jegliche Zusammenarbeit mit den menschenverachtenden und frauenfeindlichen Taliban müsse sofort beendet werden.

"Während von allen Seiten islamistische Gewalt in Bezug auf den CSD Berlin verurteilt wird, unterstützt die Bundesregierung mit ihren Deals die islamistischen Taliban."

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Die Teilnehmenden kritisieren Abschiebungen im Allgemeinen, aber vor allem auch eine Zusammenarbeit mit den Taliban in Afghanistan.  © Michael Strohmeyer
Zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei trafen bereits am frühen Abend am Flughafen ein.  © Michael Strohmeyer

Sachsens Innenminister Armin Schuster (65, CDU) hatte in der Vorwoche die erweiterten Möglichkeiten zur Abschiebung abgelehnter Asylbewerber nach Afghanistan begrüßt.

"Wir haben uns bisher auf schwere Straftäter konzentriert, werden aber nun aufgrund der Verstetigung den Kreis auf alle Straftäter sowie diejenigen Ausreisepflichtigen ausdehnen, die bisher keine Integrationsleistung gezeigt haben, im Sozialbezug stehen oder bei der Identitätsklärung nicht mitwirken", sagte Schuster.

Erstmeldung vom 27. Juli um 14.49 Uhr, aktualisiert um 22.26 Uhr.

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