Dresden - Der Bevölkerungsrückgang ist eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre. Schon 2027 oder 2028 könnte die Bevölkerungszahl in Sachsen unter die magische 4-Millionen-Marke rutschen.
Das heißt, es wird weniger Ärzte, weniger Verkäufer, weniger Postboten geben, weniger Landwirte, weniger Friseure, weniger Autoschlosser, weniger Bestatter. Überall werden noch mehr Fach- und Arbeitskräfte fehlen als bisher schon.
Das bedeutet kurz gesagt (noch) weniger Wachstum, weniger junge Menschen und noch mehr Ältere, die versorgt werden müssen.
Das muss aber nicht zwangsläufig Stillstand, Mangelwirtschaft oder Regression bedeuten. Schließlich erleichtert die Digitalisierung so manches.
Online-Unterricht hat während der Pandemie schon einmal so manche Schulstunde gerettet.
Telemedizin kann so manchen Gang zum Arzt ersparen. Und wenn es tatsächlich gelingt, in Bund und Land bei der Bürokratie abzuspecken, dürfte schon viel gewonnen sein. Das Wichtigste angesichts der Herausforderungen ist, nicht zu warten, bis der Mangel eingetreten ist, sondern vorausschauend zu agieren und spätestens jetzt die Weichen zu stellen.
Das gilt nicht nur für die Politik, sondern auch für die Entscheider in der Wirtschaft, im Gesundheits- oder dem Rechtswesen und im Prinzip für alle Bereiche des öffentlichen Lebens.