Weniger Unterrichtsausfall an Schulen, doch es gibt einen Haken
Dresden - Endlich, die Trendwende! An Sachsens Schulen fällt weniger Unterricht aus. Im ersten Schulhalbjahr 2025/2026 sank der planmäßige Ausfall um 10,8 Prozent. Die Bilanz der einzelnen Schultypen fällt allerdings gemischt aus.
"Zum ersten Mal seit 10 Jahren sinkt der Unterrichtsausfall. Sachsenweit ging der planmäßige Ausfall im ersten Schulhalbjahr um 10,8 Prozent zurück, an den Oberschulen sogar um 26,3 Prozent. Wir sind noch nicht am Ziel, aber die Maßnahmen der letzten Jahre wirken. Ich danke allen Lehrkräften, die mit viel Herzblut dafür arbeiten, dass Sachsens Schülerinnen und Schüler die bestmögliche Bildung erhalten", freut sich Kultusminister Conrad Clemens (43, CDU).
Die Statistik zum Unterrichtsausfall im 1. Schulhalbjahr zeigt, dass in dem Zeitraum planmäßig (zum Beispiel, weil Lehrer fehlen) 3,3 Prozent der Unterrichtsstunden nicht gegeben wurden. Zum Vergleich: im 1. Halbjahr 2024/25 waren es 3,7 Prozent.
Die deutlichste Verbesserung der Unterrichtsversorgung gab es in den Oberschulen (von 8 Prozent auf 5,9 Prozent).
Unterrichtsausfall steigt an Grundschulen und beruflichen Schulzentren
Leicht gebessert hat sich Situation zudem an den Gymnasien (von 1,7 Prozent auf 1,5 Prozent) und Förderschulen (von 8,3 Prozent auf 7,9 Prozent). Anders stellt sich die Situation dar an Grundschulen und Beruflichen Schulzentren.
Dort verzeichnete man Anstiege. Konkret stieg der Ausfall bei Grundschulen von 0,9 Prozent auf 1,4 Prozent und bei Beruflichen Schulzentren von 1,5 Prozent auf 1,8 Prozent.
Der außerplanmäßige Unterrichtsausfall etwa durch Krankheit, Fortbildungen oder schulische Veranstaltungen verharrte an Sachsens Schulen nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (von 5,7 Prozent auf 5,8 Prozent).
Hier kann man die komplette Statistik zum planmäßigen und außerplanmäßigen Unterrichtsausfall für die einzelnen Schulstandorte in Sachsen einsehen:
Titelfoto: Bildmontage: Thomas Türpe, Kristin Schmidt
