Wirtschaftsflaute trifft sächsisches Familienunternehmen: Werkzeughersteller droht die Insolvenz
Coswig - Die angespannte wirtschaftliche Lage hat den sächsischen Werkzeughersteller Jörg Wappler Werkzeugmaschinen OHG in die Krise getrieben.
In Anbetracht einer drohenden Insolvenz wurde deshalb ein Eigenverwaltungsverfahren beantragt, wie hat das Familienunternehmen mit Sitz in Coswig (Kreis Meißen) am Mittwoch mitteilte.
Das Amtsgericht Dresden gab dem Sanierungsverfahren – bei dem die Geschäftsführung weiterhin die Kontrolle über das Unternehmen behält und zusätzlich von Experten bei der Neuaufstellung unterstützt wird – bereits Mitte März statt.
Als Gründe für die Krise führte der Hersteller von Drehmaschinen, Fräsmaschinen und Bohrwerken verschiedene Faktoren an: "Dazu gehören die schwierige Konjunktur in der Branche, geopolitische Spannungen, gestiegene Material- und Energiekosten sowie ausgefallene Aufträge durch Kunden, die selbst in Schieflage geraten sind."
In Coswig sind nach Unternehmensangaben derzeit 42 Mitarbeiter beschäftigt. Ihre Löhne und Gehälter seien noch für die Monate März, April und Mai gesichert. Der Geschäftsbetrieb könne vorerst "lückenlos" fortgeführt werden.
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Die Jörg Wappler Werkzeugmaschinen OHG wurde 1994 von Jörg Wappler gegründet. Heute führt er das Unternehmen gemeinsam mit seinen zwei Söhnen Franz und Max Wappler.
Titelfoto: Bildmontage: Jörg Wappler Werkzeugmaschinen OHG
