Ermittlungen abgeschlossen: Darum brannte die Gohrischheide
Von André Jahnke
Gohrischheide (Landkreis Meißen) - Die Ermittlungen zum verheerenden Waldbrand im Sommer 2025 in der Gohrischheide im Landkreis Meißen sind abgeschlossen. Hinweise auf Brandstiftung gebe es nicht, teilte die Staatsanwaltschaft Dresden mit.
Es sei von einer witterungsbedingten Selbstentzündung der dort im Boden befindlichen Munition durch Hitze auszugehen. Zuvor hatte der MDR berichtet.
Die Gohrischheide ist ein Naturschutzgebiet auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz – und vor allem mit Munition aus den beiden Weltkriegen belastet.
Am 1. Juli vergangenen Jahres war in dem Gebiet ein Waldbrand ausgebrochen. Die Löscharbeiten gestalteten sich wegen der Gefahren durch die Altmunition als schwierig und hielten tagelang Hunderte Feuerwehrleute und weitere Einsatzkräfte in Atem.
Sachsenforst stufte das Feuer als größten Waldbrand der vergangenen Jahrzehnte in Sachsen ein. Mehr als drei Viertel des Naturschutzgebietes waren betroffen.
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Zum Schutz von Feuerwehr und Einsatzkräften bei künftigen Bränden sollen nach früheren Angaben des Umweltministeriums einzelne Flächen in der Gohrischheide von alter Munition befreit werden.
Eine Räumung des kompletten, 2000 Hektar großen Gebiets hatte Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (54, CDU) aus Kostengründen jedoch abgelehnt.
Titelfoto: Bildmontage: dpa/Daniel Wagner, Sebastian Kahnert
