Zehn Tote! Zahl der Arbeitsunfälle in Sachsen erheblich angestiegen

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Dresden - Die Zahl der Arbeitsunfälle in Sachsen ist nach den neuesten Daten erheblich angestiegen. Für den DGB ist das mit der klaren Aufforderung verbunden, den Arbeitsschutz auszubauen.

In Döbeln entging im vergangenen Jahr ein Bauarbeiter dank der schnellen Reaktion seiner Kollegen knapp dem Tod. Jährlich verunglücken in Sachsen Tausende am Arbeitsplatz.
In Döbeln entging im vergangenen Jahr ein Bauarbeiter dank der schnellen Reaktion seiner Kollegen knapp dem Tod. Jährlich verunglücken in Sachsen Tausende am Arbeitsplatz.  © IMAGO/EHL Media

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat 2024 insgesamt zehn tödliche Arbeitsunfälle registriert (2023: 16 Todesfälle), außerdem 14 tödliche Wegeunfälle (2023: 17).

Die Zahl aller meldepflichtigen Arbeitsunfälle liegt ungleich höher. Nach DGUV-Angaben wurden 2024 insgesamt 38.094 Arbeitsunfälle im Freistaat registriert, ein Jahr zuvor waren es noch 35.890. Neuere Zahlen liegen nicht vor.

Mit Blick auf die Diskussionen um längere Arbeitszeiten, forderte der stellvertretende Vorsitzende des DGB Sachsen, Ralf Hron: "Hände weg vom Arbeitszeitgesetz!"

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Statt Arbeitszeiten weiter auszuweiten, müsste die Arbeitsverdichtung ab-, der Arbeitsschutz insgesamt ausgebaut werden, so Hron.

Anlässlich des "Workers Memorial Day" am Dienstag gedenken die Gewerkschaften auf der ganzen Welt der Beschäftigten, die arbeitsbedingt erkrankt oder zu Tode gekommen sind. Um 17 Uhr gibt es dazu einen Gottesdienst in der Thomaskirche, Leipzig.

Titelfoto: IMAGO/EHL Media

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