3D-Diagnostik: Sächsische Forscher entwickeln neues System für schonende Zahnuntersuchung

Zwickau/Dresden- Ins Zahn-Innere schauen, ohne zu röntgen - genau das wollen Forscher aus Zwickau und Dresden jetzt möglich machen.

An der TU Dresden wird die Intraoral-Sonde im Rahmen des Projektauftakts von KARiSO-3D demonstriert.
An der TU Dresden wird die Intraoral-Sonde im Rahmen des Projektauftakts von KARiSO-3D demonstriert.  © S. Steuer

Im Verbundprojekt KARiSO-3D entwickeln die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) und die Poliklinik für Zahnerhaltung am Dresdner Uniklinikum eine handgeführte Mundsonde, die Zahnstrukturen dreidimensional sichtbar machen soll.

"Unser Ziel ist eine klinisch praktikable Bildgebung, die frühe Veränderungen der Zahnhartsubstanz zuverlässiger sichtbar macht als heutige Routineverfahren", erklärt WHZ-Forscher Peter Hartmann. Heißt: Karies könnte künftig früher entdeckt werden - und das ganz ohne zusätzliche Strahlenbelastung.

Bislang läuft die Diagnose in vielen Praxen klassisch: Erst schaut der Zahnarzt mit bloßem Auge, dann hilft bei Verdacht das Röntgenbild weiter.

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Das Problem: Gerade Frühstadien und versteckte Schäden lassen sich so oft nur eingeschränkt erkennen. Genau da setzt das neue System an.

Sonde noch in Entwicklung

Forscher aus Zwickau und Dresden wollen Zahnkrankheiten künftig schonender diagnostizieren.
Forscher aus Zwickau und Dresden wollen Zahnkrankheiten künftig schonender diagnostizieren.  © 123RF/granturxik

Besonders spannend: Im Projekt geht es nicht nur darum, Bilder zu erzeugen. Die Daten sollen auch so zusammengeführt werden, dass Befunde sauber dokumentiert und zu verschiedenen Zeitpunkten vergleichbar bleiben. Noch steckt die Sonde in der Entwicklung. Nach technischer Ausarbeitung und experimenteller Prüfung soll eine Pilotstudie mit Probanden folgen.

In Dresden bringt ein Team die klinische Perspektive ins Projekt ein.

Projektleiter Christian Hannig: "Das Projekt passt hervorragend zu den Forschungsschwerpunkten der Poliklinik für Zahnerhaltung: Medizintechnik, Prävention und Oberflächeninteraktionen in der Mundhöhle."

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Die Zwickauer übernehmen die technische Entwicklung, die optischen Konzepte und die Auswertung der 3-D-Daten.

Titelfoto: 123RF/granturxik

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