Finanzielle Schwierigkeiten: Café in DDR-Gaststätte Gründelhaus droht das Aus

Glauchau - Das Gründelhaus in Glauchau (Landkreis Zwickau) war zu DDR-Zeiten eine beliebte Gaststätte. Ilka Bachmann (47) und ihr Partner Michael Zahn (59) kauften das Gebäude und betreiben seit knapp vier Jahren ein Café darin. Doch jetzt droht dem Lokal wegen finanzieller Schwierigkeiten das Aus - und auch dem Haus selbst.

Das Café zu eröffnen, war Traum von Ilka Bachmann (47) und ihrem Partner.  © Uwe Meinhold

Das Gebäude am Gründelteich wurde seit seiner Errichtung 1925 als Gaststätte genutzt, stand ab 2003 jedoch leer.

Weil Ilka in ihrer Jugend dort kellnerte und mit ihrem Partner ein Café eröffnen wollte, wurde das Gebäude schließlich von der Stadt abgekauft. Bereits davor betrieb das Pärchen den Bootsverleih am Teich.

"Es war ständig Betrieb und wurde gut angenommen", berichtet Michael. Als dann schließlich Corona kam, wurde auch die Situation für das Café düster: Um weitere Kosten zu tragen, wurden Corona-Hilfen beantragt.

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Seitdem spitzte sich die Lage jedoch zu, auch wegen Lieferschwierigkeiten und der in die Höhe schnellenden Energiepreise durch den Krieg in der Ukraine.

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Die alte Postkarte zeigt das Gründelhaus und den Teich in den 1960er Jahren.  © Uwe Meinhold
Wie es mit dem Café weitergeht, ist unklar.  © Uwe Meinhold
Das Café befindet sich im Gründelhaus in Glauchau.  © Uwe Meinhold
Ilka Bachmann (47) lässt einen Kaffe aus der Maschine.  © Uwe Meinhold

Spendenaufruf für die Erhaltung des Cafés

Betreiber Michael Zahn (59) begutachtet die Toilettenbaustelle.  © Uwe Meinhold

Jetzt müssen bis Ende April 40.000 Euro an die Bank zurückgezahlt werden.

"Mit dieser Summe soll ein bestehender Kredit abgelöst und die Erneuerung der baufälligen Gästetoiletten verwendet werden", so Ilka.

Dafür hat sie einen Spendenaufruf gestartet. Ziel der Aktion ist es, das Café durch das eingenommene Geld weiterzuführen.

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Die Konsequenz bei Zahlungsunfähigkeit wäre, dass das Café schließen müsste. Und nicht nur das: Eventuell müsste auch das Haus an sich verkauft werden. "Das wäre schade, und auch kein gutes Bild für Glauchau", erzählt Michael.

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