Mysteriöses Entensterben in Sachsen: Was ist hier los?

Glauchau – Ein mysteriöses Entensterben beschäftigt derzeit den Gründelpark in Glauchau (Landkreis Zwickau). Spaziergänger entdeckten am Donnerstag mehrere tote Wildenten im Gründelteich. Das Veterinäramt des Landkreises Zwickau wurde informiert und geht nach bisherigen Erkenntnissen von Botulismus als Ursache aus.

Erst am Donnerstag entdeckten Parkbesucher tote Wildenten im Gründelteich.  © Uwe Meinhold

"Als Ursache ist, begünstigt durch die hohen Außentemperaturen, eine Infektion mit Clostridien, der sogenannte Botulismus, bekannt", teilt das Veterinäramt mit.

Das Botulinumtoxin entsteht in stehenden Gewässern im Schlamm unter Sauerstoffabschluss. Die Wildenten erkranken an einer irreversiblen Nervenlähmung und sterben daran. Für Menschen besteht keine direkte Gefahr.

Als wichtigste Gegenmaßnahmen nennt das Veterinäramt einen Frischwasserzulauf sowie das Verbot, Wasservögel mit Brot zu füttern.

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Die Stadt setzt deshalb auf die laufende Revitalisierung des Mühlgrabens, der den Gründelteich künftig dauerhaft mit frischem Wasser versorgen soll. Das Projekt soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

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Oberbürgermeister appelliert auf Facebook an Besucher des Gründelparks

Bereits 2018 wurden innerhalb von zwei Wochen mehrere Dutzend tote Wildenten gefunden.  © privat

Oberbürgermeister Marcus Steinhart (50, CDU) appelliert auf Facebook an Besucher des Gründelparks: "Bitte führen Sie im Bereich des Gründelparks Ihre Hunde an der Leine und berühren Sie keine Tierkadaver." Die toten Tiere entfernt der städtische Baubetriebshof.

Ein ähnlicher Fall war bereits 2018 aufgetreten. Damals schloss das Veterinäramt unter anderem Vogelgrippe als Ursache aus.

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