Zwickau - 89 Oldtimer, Hunderte Kilometer, mehrere Aufgaben: Bei der "Sächsischen Meister-Classic" der KFZ-Innung Sachsen West/Chemnitz stellen sich Oldtimer-Enthusiasten anspruchsvollen Fahraufgaben. Dabei ist Uwe Klose (59) in seinem 1956er-VW-Käfer mit DDR-Geschichte.
"Anfänglich gehörte es einem Offizier der NVA in Strausberg", erklärt Klose. Der verkaufte ihn an seine Frau, da er selbst kein Auto des sogenannten Nichtsozialistischen Wirtschaftsgebietes fahren sollte.
"1972 wurde es über das Handelskontor der DDR bewertet und an einen Dachdeckermeister nach Bautzen verkauft. Von dessen Erben habe ich es schließlich 2015 erworben."
Im Laufe seiner langen Geschichte hat der Käfer einige DDR-typische Umbauten erhalten. "Er hat ein RFT-Radio und auch die Scheibenwischanlage vom Trabant", erzählt Klose. "Auch die Radzierringe gab es nicht im Westen."
Am Wochenende tauscht Klose seinen Alltag als Leiter der DEKRA-Niederlassung Zwickau gegen die Rolle des Rallye-Piloten. Dabei kommt es nicht auf Höchstgeschwindigkeit an. "Neben den Geschicklichkeitsprüfungen geht es vor allem darum, die vorgegebenen Zeiten exakt einzuhalten", erklärt er. Manche Teilnehmer fahren dabei auf die Zehntelsekunde genau.
Die erste Etappe startet am Samstag auf dem Marktplatz in Eibenstock. Von dort führt die rund 200 Kilometer lange Strecke durch das Erzgebirge und das Vogtland, unter anderem nach Plauen, nach Eibenstock zurück.
Am Sonntag geht es über Aue, Schwarzenberg, Crottendorf und Drebach weiter bis zum Verkehrslandeplatz in Jahnsdorf.