Von Schlüssel über Handys bis hin zur Gitarre: Diese Gegenstände werden im Zwickauer Fundbüro abgegeben

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Zwickau - "Wer suchet, der findet", lautet ein altes Sprichwort aus der Bibel. In Zwickau muss man jedoch nicht lange suchen, wenn man etwas verloren hat. Wie ein Blick ins Fundbüro der Stadt zeigt, gibt es viele ehrliche Finder in Sachsens viertgrößter Stadt.

Rund 300 Gegenstände werden jährlich im Zwickauer Fundbüro abgegeben.
Rund 300 Gegenstände werden jährlich im Zwickauer Fundbüro abgegeben.  © Stadt Zwickau

Rund 300 Gegenstände werden jährlich im Gebäude des Ordnungsamts in der Werdauer Straße 62, dem Standort der offiziellen Fundstelle der Stadt, abgegeben.

Unter den Fundstücken sammeln sich die verschiedensten Gegenstände. Am häufigsten werden (gefüllte) Rucksäcke, Laptops, Bekleidung, Handtaschen, Geldbörsen, Kopfhörer, Brillen und Schmuck abgegeben.

"Auch größere Gegenstände wie Kindersitze, Gitarren, Bollerwagen, Rollatoren oder nahezu neuwertige Werkzeugkoffer landen im Fundbüro", berichtet die Stadt.

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Am häufigsten werden jedoch Schlüssel aller Art abgegeben. Ob Wohnungs-, Haus-, Auto- oder sogar Lkw-Schlüssel: In der Fundstelle häufen sich die Kartons mit unzähligen Exemplaren.

"Auch Handys werden häufig abgegeben. In einigen Fällen können die Besitzer sogar direkt ermittelt werden, wenn auf dem Gerät beispielsweise eine digitale Notfall- oder Kontaktinformation hinterlegt ist oder sich über entsprechende Funktionen Hinweise auf den Eigentümer ergeben", so Katja Herrmann vom städtischen Fundbüro.

Kaum zu glauben: "Dennoch bleiben viele Smartphones trotz ihres teilweise aktuellen und hochwertigen Zustands unbeansprucht. Ähnlich verhält es sich mit Fahrrädern und E-Bikes."

Nicht abgeholte Gegenstände werden versteigert oder verkauft

Von Schlüssel bis Kinderwagen: Unter den Fundstücken gibt es fast nichts, was es nicht gibt.
Von Schlüssel bis Kinderwagen: Unter den Fundstücken gibt es fast nichts, was es nicht gibt.  © Stadt Zwickau

Die Fundgegenstände werden mindestens sechs Monate aufbewahrt - häufig sogar deutlich länger. Wenn sich die Eigentümer in der Zeit jedoch nicht melden, gibt es verschiedene Verfahrensweisen mit den Fundstücken.

Gut erhaltene und noch funktionstüchtige Gegenstände werden regelmäßig über das Online-Portal fundbuerodeutschland.de oder auf der Internetseite zoll-auktion.de zum Kaufen oder Bieten gelistet und finden dort oft einen neuen Besitzer. Wenn Ihr explizit nach Fundstücken aus Zwickau sucht, vergesst nicht, im Filter "Zwickau" einzugeben.

Nicht mehr nutzbare oder stark beschädigte Gegenstände, wie beispielsweise ein defektes Fahrrad, werden nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist entsorgt.

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Dabei ist das Fundbüro der Stadt Zwickau nicht die einzige Anlaufstelle für verlorene Gegenstände. Verlorene Dinge, die in Bussen und Straßenbahnen gefunden werden, können auch bei den Städtischen Verkehrsbetrieben Zwickau abgegeben werden. Beide Fundstellen arbeiten eng zusammen, damit möglichst viele Fundstücke wieder ihren rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben werden können.

Wenn Ihr etwas vermisst, meldet Euch im städtischen Fundbüro. Für eine erfolgreiche Zuordnung solltet Ihr den verlorenen Gegenstand möglichst genau beschreiben. Wurde er tatsächlich abgegeben, könnt Ihr einen Termin zur Abholung vereinbaren.

Für die (erfolgreiche) Bearbeitung fällt am Ende Verwaltungsgebühr an, die sich am Wert des Fundstücks orientiert und zwischen fünf und maximal 56 Euro liegt.

Titelfoto: Stadt Zwickau

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