Zwickauer Land rüstet auf Elektro-Öffis um
Werdau - Stell Dir vor, der Bus kommt und es riecht nicht nach Diesel, sondern nach Zukunft: Der Landkreis Zwickau will ab diesem Jahr rund 70 Prozent der jährlichen vier Millionen Regionalbus-Kilometer elektrisch fahren. Das kündigten Landratsamt und Regionalverkehrsbetriebe (RVW) medienwirksam in Werdau an.
Der Projektstart mit der Vorstellung der neuen E-Busflotte und ihren Ladesäulen ging auf dem Gelände von Solartechnik-Dienstleister Juno Solar in Werdau über die Bühne.
Die konkreten Pläne: 56 und damit mehr als die Hälfte der eingesetzten Busse fahren dann mit Strom. Los geht es mit einer Hochlaufphase, bis der Normalbetrieb sitzt.
Der Landkreis spricht von einer Vorreiterrolle im ländlichen Raum. Landrat Carsten Michaelis (51, CDU) verkauft das als doppelten Gewinn: "Wir übernehmen Verantwortung für den Klimaschutz und bieten den Bürgern im Landkreis Zwickau eine moderne, nachhaltige Mobilitätslösung."
Auch Betreiber RVW trommelt für das Projekt und macht gleich den Kassensturz auf: Elektrobusse seien nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch wirtschaftlicher im Betrieb, sagt Geschäftsführer André Jalowy. Weniger Diesel, weniger Lärm, weniger Wartung - so die Hoffnung. Aber klar ist auch: Ob es wirklich günstiger wird, entscheidet der Alltag.
Die Ladepower kommt aus Werdau: Juno Solar hat dort zwölf Ladepunkte installiert. OB Sören Kristensen (61, parteilos) nennt das einen direkten Vorteil für Werdau: "Die Ladeinfrastruktur macht die Stadt zur Drehscheibe der Elektromobilität im Landkreis."
Titelfoto: Landkreis Zwickau
