Zwickau - Neue Turbulenzen um die insolvente Zwickauer Mauritius-Brauerei: Jetzt steckt auch der Hauptgesellschafter in der Pleite.
Das Amtsgericht Chemnitz eröffnete vergangene Woche das Insolvenzverfahren über die JD-Beteiligungs GmbH, die weit mehr als 80 Prozent des Zwickauer Traditionsunternehmens hält. Hinter der Beteiligungsgesellschaft steht wiederum Mauritius-Chef Jörg Dierig (57).
Zum Insolvenzverwalter bestellte das Gericht auch hier Henry Girbig (51) - jenen Sanierungsexperten, der bereits das Verfahren der Mauritius-Brauerei betreut.
Damit sind nun sowohl die Brauerei als auch ihre Mehrheitsgesellschafterin insolvent. Trotzdem gibt Girbig Entwarnung: "Für das laufende gerichtliche Sanierungsverfahren und auch die Brauerei selbst hat die Insolvenz keinerlei Auswirkungen", so seine Sprecherin.
Die neue Pleite werde den Rettungskurs für die Brauerei nicht zusätzlich erschweren.
Zu einem möglichen Käufer heißt es lediglich: "In Bezug auf eine Beteiligung oder einen Verkauf gibt es aktuell keine Neuigkeiten." Damit bleibt unklar, ob es bereits ernsthafte Interessenten gibt und wann eine Übernahme gelingen könnte.
Die Gläubiger hatten Anfang September grundsätzlich grünes Licht für einen Verkauf gegeben. Mindestens drei Millionen Euro sollte ein Investor für Betrieb, Grundstück und Produktionsanlagen zahlen.