6000 Menschen müssen Gefahrenbereich verlassen: Weltkriegsbombe ist entschärft

Von Martin Fischer

Wedel - In einem Industriegebiet in Wedel (Kreis Pinneberg) ist am Mittwoch ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Am Sonntag konnte dieser erfolgreich entschärft werden.

In Wedel wurde am Sonntag eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft.
In Wedel wurde am Sonntag eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft.  © Marcus Golejewski/dpa

Dafür wurden bei Schnee, Eis und Temperaturen bis zu minus zehn Grad rund 6000 Haushalte für die Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg evakuiert.

Der Kampfmittelräumdienst des Landeskriminalamts Schleswig-Holstein machte den 250 Kilogramm schweren Sprengkörper am frühen Nachmittag unschädlich, wie die Polizei mitteilte. Gegen 14 Uhr wurde die Bombe erfolgreich entschärft, kurz darauf konnten die Sperrungen aufgehoben werden.

Die Bombe war am 7. Januar bei der Überprüfung einer Kampfmittelverdachtsfläche im Industriegebiet Wedel entdeckt worden. Experten identifizierten den Fund als amerikanische Fliegerbombe mit Kopf- und Heckzünder. Für die Entschärfung legten Stadt, Polizei und Feuerwehr einen Gefahrenbereich mit einem Radius von rund 1000 Metern fest.

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Betroffen waren neben einem Gewerbegebiet auch Wohnhäuser und Kleingartenanlagen. Alle Anwohner mussten den Bereich bis spätestens 11 Uhr verlassen.

Während Entschärfung: Aufenthaltsmöglichkeiten in einer Schule

Betroffene Anwohner werden während der Evakuierungszeit mit Shuttlebussen zu dem Evakuierungsort in der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule gebracht.
Betroffene Anwohner werden während der Evakuierungszeit mit Shuttlebussen zu dem Evakuierungsort in der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule gebracht.  © Marcus Golejewski/dpa

Bei Temperaturen von rund minus zehn Grad trafen bereits ab 9 Uhr zahlreiche Betroffene an der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule ein, die als Notunterkunft diente. Einige kamen mit Sonderbussen, andere mit privaten Fahrzeugen, viele mit gepackten Taschen.

Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Entschärfung begann gegen 13 Uhr, nachdem kontrolliert worden war, dass sich keine unbefugten Personen mehr im Sperrgebiet aufhielten.

Nach rund einer Stunde war der Einsatz beendet. Der Start hatte sich zuvor leicht verzögert.

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Erstmeldung am 8. Januar um 21.23 Uhr, aktualisiert am 11. Januar um 16.25 Uhr.

Titelfoto: Marcus Golejewski/dpa

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