München - Vorsicht liebe Monarchs, in München wird wild geballert! Die Cowboys feuern gern aus allen Rohren und wollen auch am Samstag (16 Uhr) im Dantestadion gegen Dresden sicherlich keine Gefangenen machen.
257 Würfe für 2246 Yards und 24 Touchdowns in sieben Spielen: München-Quarterback Nicholas Semptimphelter punktet gern über die Luft. Nur Potsdam (30) und Pforzheim (25) taten das noch häufiger.
Beliebtestes Ziel des US-Amerikaners ist sein Landsmann Gabriel Boccella, der mit 16 Touchdowns und 54 Catches für 910 Yards die Statistiken der GFL anführt.
Beim Tabellenzweiten der Südstaffel - vergangene Saison immerhin Halbfinalist - sind die Monarchs nach der Sommerpause also direkt wieder richtig gefordert. Vier Wochen hatte das Team von Greg Seamon Zeit, die Beine ein wenig hochzulegen und den Sieg im Mega-Duell beim Champion Potsdam zu genießen.
Aber: "Das Wichtigste für die zweite Saisonhälfte ist das, was ich dem Team schon nach dem Sieg in Potsdam gesagt habe. Wir können jetzt nicht die Beine hochlegen und entspannen, weil wir den Meister geschlagen haben", macht Seamon klar.
Der Headcoach fordert: "Wir müssen uns mit Blick auf die Playoffs noch steigern. München wird kein leichtes Spiel, sie glauben an sich, spielen sehr effektiv. Ihre Defense lässt im Schnitt nur 23 Punkte zu und offensiv ist das Passspiel eine Wucht."
Dresden Monarchs wollen Schmach aus dem Jahr 2008 in München ausmerzen
Aber Dresdens Offense um Rocky Lombardi, Tigo Moss & Co. schießt nicht mit Platzpatronen.
36,4 Punkte im Schnitt reichen für die Top-Drei in Deutschlands höchster Spielklasse - nicht ausgeschlossen, dass der Schnitt in der bayerischen Landeshauptstadt noch nach oben geschraubt wird.
Das letzte Gastspiel in München gab's am 29. Juni 2008 und ging mit 3:30 verloren. 18 Jahre später soll diese Schmach endlich ausgemerzt werden.