Gefühlschaos in der Sommerpause: Das bereitet Monarchs-Coach Seamon Sorgen
Dresden - Die Dresden Monarchs thronen an der Spitze der GFL-Nord und markierten mit dem Sieg in Potsdam ihren Spitzenplatz eindrucksvoll. Es läuft bei den Sachsen, die erst am 25. Juli in München wieder auf den Rasen müssen. Die noch zwei verbleibenden Bye Weeks der Mini-Sommerpause riefen bei Headcoach Greg Seamon (70) allerdings gemischte Gefühle hervor.
"Wir haben richtig viel Momentum. Na klar macht man sich Gedanken darüber, genau dieses Momentum zu verlieren. Aber ich habe es unmittelbar nach dem Potsdam-Sieg zum Team und zum Staff gesagt: Wir müssen uns vor Augen halten, dass unsere Saison richtig gut läuft. Genau das bleibt aber nur der Fall, wenn wir mit demselben Einsatz weitermachen, wenn wir fokussiert und in Form bleiben."
Sieben Siege, keine einzige Pleite. Quarterback Rocky Lombardi (27) kann seine Offensiv-Waffen um Montigo Moss (24) in Szene setzen und liefert nun endlich darüber hinaus selbst Runs, wenn er muss. 255 Punkte, über 36 im Schnitt pro Partie.
Noch etwas mehr beeindruckte aber der andere Mannschaftsteil, der gegen die Royals nicht nur aufgrund der hohen Temperaturen richtig heiß lief.
"Defensiv hatten wir nur einen einzigen Fehler in der ersten Hälfte. Wir haben einen langen Pass zugelassen, ansonsten haben wir ihr Passspiel super kontrolliert. Und gerade wenn sie nah an die Endzone kamen, stand unsere Defensive", lobte der 70-jährige Headcoach seine Abwehr-Einheit.
Eben auf jenen Teil wird es ankommen, wenn man den Weg bis in den GFL Bowl am 3. Oktober im Rudolf-Harbig-Stadion gehen - und am Ende auch die Trophäe hochhalten - will.
Greg Seamon kann der Sommerpause der Dresden Monarchs auch Gutes abgewinnen
Weil Seamon so langfristig denkt, kann er der Mini-Pause doch noch Positives abgewinnen: "Nach sieben Partien hatten wir einige Spieler, die gar nicht erst in Potsdam auflaufen konnten, Spieler mit kleineren Verletzungen. Die Pause gibt ihnen die Chance, sich zu erholen. Außerdem wird es ein paar Roster-Anpassungen für die zweite Saisonhälfte geben."
Tight End Ethan Janto (25), dessen Rückkehr bereits im Februar angekündigt wurde, verleiht der Offensive Line als Vorblocker zusätzliche physische Power, glänzte aber auch schon als sicherer Passempfänger. Weiterer Schutz in der Offensive Reihe, speziell für Lombardi, soll noch dazukommen. Der Spanier Mikel Gomez Barroso (29) musste dagegen wieder gehen.
Die Pause wird aber auch zum Abschalten genutzt. "Es ist Urlaubszeit. Ich werde meine Familie und meine Enkel sehen", verriet der Coach vor seinem Abflug seine Pläne für die kommenden Tage: "Aber klar, wir bleiben alle in Kontakt. Wir wissen, was auf dem Spiel steht, und werden bereit sein."
Bereit für den Tanz in München in nicht mehr ganz drei Wochen, aber auch für alle weiteren.
Titelfoto: Lutz Hentschel

