Defense packt zu: Monarchs nehmen Kiel den Wind aus den Segeln
Kiel - Die königliche Flotte segelt weiter auf der Erfolgswelle, hätte aber an der Ostsee auch Schiffbruch erleiden können. Denn das 31:8 (10:0, 14:0, 0:2, 7:6) der Dresden Monarchs bei den Kiel Baltic Hurricanes war nicht so souverän, wie es letztlich aussah. Wie bereits in der Vorwoche in Düsseldorf machte die Defense den großen Unterschied.
"Wir können uns nicht immer auf 21 Punkte unserer Defense verlassen", hatte Monarchs-Headcoach Greg Seamon vor der zweiten langen Auswärtsfahrt binnen zwei Wochen gesagt. Sieggarant in der Ostsee waren trotzdem wieder die Mannen von Defense Coordinator Martin Schmidt.
Denn Dresdens Offense hatte erneut ein paar Schwierigkeiten, in die Partie zu kommen. Den ersten Touchdown von Rocky Lombardi & Co. gab's erst im zweiten Viertel in Minute 15. Anthony Tittel (zum 17:0) schraubte sich in der Kieler Endzone nach Pass vom Quarterback am höchsten.
Bis dahin setzte die Defense mal wieder jede Menge Ausrufezeichen. Eric Hauschild (5.) mit der Interception, nachdem Logan Mobelini den Ball zuvor abgefangen hatte.
Die zweite Interception (8.) von Lucas Masero trug der Dresdner selbst zum Pick Six - 10:0, weil Florian Finke (5.) noch ein 47-Yard-Field-Goal zwischen die Stangen ballerte.
In Kiel waren die Dresden Monarchs nicht perfekt, aber trotzdem souverän
Bei schwül-heißem Wetter im Kilia Stadion behielt die Dresdner Defense vor allem in den ersten beiden Vierteln einen kühlen Kopf - und die Hurricanes bei null Punkten. Chris Noak (21.) noch mit einem Quarterback-Sack vor dem Pausen-(Eis)tee. Jonas Schultes trug den Fumble in die Kieler Hälfte, verletzte sich aber dabei.
Die Offense dagegen mit Licht und Schatten: Lombardi erst mit der Interception (22.) für CJ Davis, dann mit dem Touchdown-Pass auf Montigo Moss (24.).
Nach der Pause kam aber auch Kiel aufs Scoreboard: Erst hielt die Dresdner Defense vier Versuchen an der 1-Yard-Linie stand, dann gab's aber den Saftey (30.). Im Anschluss der Touchdown von Klaas Sengstacke (37., 8:24).
Zuvor hätte die Defense wieder glänzen können. Leonardo Matassini noch mit dem Quarterback-Sack, dann verpasste aber Niklas Müller die sichere Interception. Masero (42.) besorgte die dritte des Tages und beendete alle Kieler Hoffnungen.
Schon zuvor waren die Monarchs brutal: Am Ende eines eigentlich völlig missglückten Drives (3&25 fast an der Mittellinie) fing Moss das richtig lang geworfene Leder-Ei von Lombardi zum 31:8-Endstand in der Endzone.
Titelfoto: Dieter Bethke

