Der Meistermacher will bleiben: Das sind Seamons Missionen bei den Monarchs

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Dresden - Donnerstag in der Früh startet der Flieger von Greg Seamon Richtung Heimat. Der US-amerikanische Headcoach der Dresden Monarchs hat die eine Mission, die er bei seiner Vorstellung im Winter 2023 begonnen hatte, erfüllt. An Rente denkt der Meistermacher aber noch lange nicht!

Teil eins seiner Mission hat Greg Seamon (71) mit dem Pokal "Beule" erreicht.
Teil eins seiner Mission hat Greg Seamon (71) mit dem Pokal "Beule" erreicht.  © Lutz Hentschel

Fast genau ein Jahr ist es her, da stand ein enttäuschter Seamon - wie am vergangenen Samstag - in den Katakomben des Rudolf-Harbig-Stadions, zeigte sich kämpferisch und hörte nicht das erste Mal an dem Abend den Motivationsspruch: Aller guten Dinge sind drei.

Die zweite Finalniederlage hintereinander gegen die Potsdam Royals 2025 war Ansporn für den US-Amerikaner, in Jahr drei sollte es endlich mit dem großen Ziel Deutsche Meisterschaft klappen. Und wie!

Mit 27:19 setzten sich die Monarchs gegen den Dauer-Champion der vergangenen drei Jahre durch.

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"Es ist wirklich überwältigend. Unser Ziel jedes Jahr ist es, den GFL Bowl zu gewinnen. Aber es mit einer perfekten Saison zu schaffen und dieses Potsdam-Team zweimal in einer Saison zu schlagen, das erwartet man nicht. Ich bin so dankbar für die Spieler, für Jörg Dreßler, für alle Mitarbeiter und für die Trainer, die wir haben", schwärmte Seamon nach dem Triumph.

Und er hörte gar nicht mehr auf: "Wir sind immer besser und besser geworden. Es ist wirklich ein überwältigendes Gefühl von Dankbarkeit, Freude und Liebe für diese Jungs. Ich bin unglaublich stolz auf sie und beeindruckt, wie sie das gesamte Jahr über drangeblieben sind. Ich war in meiner Karriere bei einigen guten Teams, aber noch nie Teil eines ungeschlagenen. Das ist wirklich etwas Besonderes, an dem wir alle einen Anteil haben."

Diese Tradition hat Greg Seamon (v.) sicherlich gern ertragen. Der Champion-Headcoach bekam mit Spielende eine Iso-Drink-Dusche.
Diese Tradition hat Greg Seamon (v.) sicherlich gern ertragen. Der Champion-Headcoach bekam mit Spielende eine Iso-Drink-Dusche.  © Lutz Hentschel

Seamons zweite Mission in Deutschland betrifft nicht nur die Monarchs

Der Ruf des ehemaligen NFL-Coaches hilft, um Stars wie Rocky Lombardi (r.) nach Deutschland zu lotsen.
Der Ruf des ehemaligen NFL-Coaches hilft, um Stars wie Rocky Lombardi (r.) nach Deutschland zu lotsen.  © Lutz Hentschel

Doch der inzwischen 71-Jährige hatte nicht nur diese eine Titel-Mission. Er sieht sich als Botschafter für seine Sportart, möchte diese außerhalb des Mutterlandes USA bekannt machen. Bei den Monarchs und in der German Football League (GFL) sieht er sich dafür genau richtig.

25.016 Fans kamen zum großen Finale in Dresdens größtes Stadion, nur am 9. Oktober 1999 waren es 5384 mehr im Hamburger Volksparkstadion zur Partie der Braunschweig Lions gegen die Hamburg Blue Devils.

Die Live-Übertragung im Free-TV erzielte eine Nettoreichweite von 741.000 Haushalten - ein Plus von 78.000 (11,76 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr. "Das, was hier passiert ist, wird helfen zu wachsen", so der Seamon.

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Am 25. September 2027 kommt das Endspiel das dritte Mal ins Harbig-Stadion. Für den Headcoach wäre es Finale Nummer vier. Was macht der Gedanke daran mit ihm?

"Aufregung über die Zukunft", meinte er zunächst. Doch dann gab der US-Amerikaner zu: "Ich plane genau, wieder hier zu sein. Weil das will ich noch mal machen. Das macht einfach nur Spaß."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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