Dresden - Was für eine Machtdemonstration der Dresden Monarchs! Der ungeschlagene Nordmeister ließ im Play-off-Viertelfinale am Samstag keinen einzigen Zweifel darüber aufkommen, wer ins Halbfinale einzieht. Schon zur Halbzeit führten die Königlichen vor 4464 Zuschauern im Heinz-Steyer-Stadion gegen den Gast aus München 55:7, am Ende stand ein 61:14-Sieg zu Buche.
Die Cowboys hätten ihre Lassos eigentlich gleich in der Tasche lassen können. Denn ohne den verletzten Stamm-Quarterback Nicholas Semptimphelter und den ebenfalls nicht fitten Star-Receiver Gabriel Boccella hatten die Bayern nicht den Hauch einer Chance.
Gleich das allererste Play endete in einem Fumble, den sich die Hausherren sicherten und kurz darauf in Person von Janne Särkelä nach Lombardi-Pass in die Endzone trugen (3.).
Doch dabei blieb es noch lange nicht. Es folgte der nächste Fumble, der nächste Turnover und die nächste Bestrafung der Dresdner. Dieses Mal fing Tight End Ethan Janto das Ei in der Endzone (12.). Kurz danach legte Särkela noch nach, eine Interception leitete seinen zweiten Touchdown ein (12.).
"München hatte so viele Verletzungen und war dadurch sicher schlechter aufgestellt, aber wir haben sie überwältigt. In allen Bereichen des Spiels", befand Headcoach Greg Seamon im Anschluss.
Dresden Monarchs lassen im zweiten Anzug Gnade walten
Im zweiten Viertel lief Regisseur Rocky Lombardi gleich mal selbst über rund 35 Yards zum 28:0 (15.), ehe Logan Mobelini die nächste Interception nach einem abgeblockten Wurf fing und als Pick Six retournierte (16.). Münchens Ersatz-Quarterback Valentin Sillem war wirklich nicht zu beneiden.
Auch die Defense überzeugte vollends. Und das nicht nur mit erzwungenen Turnovern, sondern zudem mit einigen Sacks. Ein solcher brachte den Drive, den Michael Breuler nach einem langen Pass zum 41:0 (21.) veredelte.
Das reichte Seamon, der Headcoach nahm seine Starter größtenteils raus und ließ die zweite Garde ran. Aber München leistete kaum noch Gegenwehr, weshalb Breuler (23.) und Tofunmi Lala (24.) noch auf 55:0 stellen konnten.
Erst unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff packten sich die Cowboys selbst an der Ehre und betrieben mit dem TD-Catch von Magnus Christmann (24.) etwas Ergebniskosmetik.
Im zweiten Abschnitt war das Spiel entschieden, die Monarchs ließen Gnade walten und beschränkten sich im zweiten Anzug auf zwei Field Goals von Florian Finke (29./43.), Emre Gökce (47.) setzte den Schlusspunkt für die Gäste.
Auf die Monarchs warten im Halbfinale jetzt die Pforzheim Wilddogs, die sich zeitgleich mit 21:8 gegen Hildesheim durchgesetzt haben.