Spielfrei zur richtigen Zeit: Ungeschlagene Monarchs müssen sich sammeln
Dresden - "Wir werden uns diese Woche voll auf uns konzentrieren", erklärt Greg Seamon (70) mit Blick auf die nächsten Tage. Dem Headcoach der Dresden Monarchs kommt die anstehende Verschnaufpause durchaus entgegen.
Nicht nur privat, denn Seamon nutzt die spielfreie Woche, um in seine US-amerikanische Heimat zu fliegen.
Aber gearbeitet wird trotzdem intensiv werden – auch wenn man nach dem 31:8-Erfolg in Kiel, dem dritten im dritten Saisonspiel, zunächst anderes vermuten könnte.
"Es gibt Arbeit, die noch getan werden muss. Aber es gibt auch viele Anpassungen und viel zu lernen. Das ist das Ziel diese Woche. Die Dinge reparieren, die wir noch nicht gut gemacht haben", so Seamon.
Er meint weniger die Defense, die in Kiel wieder richtig stark abgeliefert hat. Drei Interceptions, einen Forced Fumble, zwei Quarterback-Sacks und insgesamt eine gute Kieler Offense nur bei einem Touchdown gehalten.
"Unsere Defense kreiert Turnover in einer fantastischen Häufigkeit. Es ist einfach ein großer Vorteil, dass so viele von ihnen schon zusammengespielt haben. Und wir haben mehr Tiefe."
Die Pause kommt den Dresden Monarchs gerade zur richtigen Zeit
Die war im Norden auch notwendig. Devonni Reed (27) ist gar nicht erst mit an die Ostsee gereist, Jonas Schultes (27) verletzte sich bei der Fumble-Recovery. Auch Leonardo Matassini (26) musste raus, weitere Spieler haben diverse Blessuren. "Die Bye Week kommt für uns zur richtigen Zeit", meint Seamon mit Blick auf die Ausfälle.
Aber nicht nur deswegen: "Unsere größte Sorge aktuell ist, was in der Offense passiert. Wir waren so inkonstant wie noch nie diese Saison. Ja, wir hatten Big Plays über die Luft, aber auch Fehler im Passspiel. Und wir haben unser Laufspiel nicht etabliert bekommen, ein Safety resultierte daraus."
Gegen eine deutlich stärkere Defense der Berlin Rebels um den Ex-Dresdner Lamonte McDougle (27) in knapp zwei Wochen wird eine der, wenn nicht die, beste Offense der GFL auf Herz und Nieren geprüft.
"Berlin ist ein starkes und talentiertes Team – ein harter Test für uns", weiß auch Seamon. Und: "Ich weiß nicht, ob wir uns das ganze Jahr auf die Turnover der Defense verlassen können."
Titelfoto: Dieter Bethke

