Vollgas oder Schutz? Monarchs vor Ravensburg mit schwerer Frage

Dresden - Eigentlich ist die Situation eine recht komfortable - und sie lässt auf mehr hoffen. Letztmals holten die Dresden Monarchs 2021 den Nordmeister-Titel, im Endergebnis stand die erste Deutsche Meisterschaft. Dieses Jahr war der "kleine" Titel schon einen Spieltag vor Ende der Regular Season eingefahren. Und jetzt?

Headcoach Greg Seamon (71) muss diese Woche genau hinsehen, um einen Plan auszuarbeiten.  © Lutz Hentschel

"Ich kann dich nicht hören", machte Greg Seamon (71) schnell klar und hielt sich dazu mit den Fingern die Ohren zu. Von der Meisterschaft, guten Vorzeichen oder Aberglauben will der Headcoach der Monarchs (noch) nichts hören.

Trotz der gerade recht guten Ausgangslage und einer makellosen Serie hat er nämlich auch ein paar Sorgenfalten.

Das hat zum einen mit dem letzten Hauptrundenspiel gegen die Ravensburg Razorbacks zu tun. Der Halbfinalgegner aus dem Vorjahr kämpft noch um das Heimrecht in den Play-offs, braucht dafür einen Sieg in Dresden, sonst ist Pforzheim noch vorbei.

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"Ich will, dass wir dieses Spiel gewinnen, weil ich nicht mit einer Niederlage in die Play-offs gehen will", so Seamon. Aber: "Gleichzeitig würde ich gern vielen Spielern ermöglichen, in der Partie zum Zug zu kommen."

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Rocky Lombardi (27) hätte sich in einer anderen Saisonphase auch durchgebissen.  © Lutz Hentschel

Die Dresden Monarchs wollen keine Verletzungen riskieren

Ersatz-Quarterback Casey Thompson (27, M.) konnte zuletzt wichtige Erfahrungen sammeln.  © Lutz Hentschel

Der 71-Jährige sucht den richtigen Zwischenweg, zumal sich jetzt so kurz vor der alles entscheidenden Saisonphase doch auch bitte keiner mehr verletzen soll - oder zumindest nicht noch mehr. Zuletzt beim souveränen Heimsieg gegen Hildesheim fehlte beispielsweise Receiver Janne Särkelä (28) angeschlagen. Starting-Quarterback Rocky Lombardi (27) setzte bereits das zweite Spiel aus.

Der US-Amerikaner hatte sich im Spiel gegen Düsseldorf bei einem eigenen Tackle nach Interception an der Schulter verletzt, hätte sich wohl im Zweifel aber auch die Spiele danach durchgebissen. Für solche Fälle wurde aber Landsmann Casey Thompson (27) nachverpflichtet, der in Berlin und gegen Hildesheim seine Minuten bekam.

Seamon: "Wenn du einen neuen Back-up-Quarterback hast und er spielt, dann ist nicht immer alles perfekt. Es gab aber viel mehr Positives als Negatives. Casey hat zwei Spiele gemacht, wir haben jeweils über 30 Punkte gescored und er hat wertvolle Erfahrungen gesammelt. Aber wir hoffen, dass wir Rocky bald wieder haben."

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