Schock-Verletzung ohne Gegner, 100 Karriere-Touchdowns und ein Ach-und-Krach-Sieg der Chiefs

USA - Das späte Sonntagsspiel muss ernüchternd gewesen sein. Zu keinem Zeitpunkt waren die Kansas City Chiefs klarer Favorit, lagen zur Hälfte zurück, verpassten zum Ende den regulären Sieg. In der Nacht auf Montag gewannen sie erst in der Verlängerung - und selbst da erst mit dem zweiten Ballbesitz - ihr erneutes Heimspiel gegen die noch sieglosen Indianapolis Colts knapp mit 33:30.

Ist seine Saison gelaufen? Bears-Quarterback Caleb Williams musste nach einer Verletzung ohne Fremdeinwirkung vom Platz gefahren werden.  © PATRICK MCDERMOTT / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP

Für andere Teams ein Grund zum Aufhorchen. Aber: Kansas City hat vor allem in der ersten Saisonhälfte einen extrem dankbaren Spielplan vor sich.

Ohne bisherige Reisestrapazen müssen sie ihr erstes Auswärtsspiel erst in der kommenden Woche - gegen die Dauerkrisen-Dolphins - absolvieren. Die richtig harten Partien lassen noch auf sich warten.

Spannend werden in der ersten Saisonhälfte wohl nur die Begegnungen mit den Raiders (Woche 4) und den Seahawks (Woche 7), um zu sehen, wie playofftauglich Mahomes, Walker, Kelce & Co. wirklich sind.

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Echte Hingucker waren in der zweiten NFL-Woche vor allem einzelne Szenen in den übrigen Spielen. Manchmal positiv, manchmal negativ.

Beispiel: die Chicago Bears. Sie sorgten in der vergangenen Woche für Aufsehen, als sie den Carolina Panthers ordentliche 59 Punkte einschenkten - aber auch 37 kassierten. An diesem Sonntag jedoch schafften die Bären gerade mal drei Punkte. Bei einem 9:3 Endstand reichen die Highlights höchstens für ein kurzes TikTok, das keiner schauen will.

Zum Vergleich: Die Bears und die Vikings hatten in der Vorwoche zusammen 98 Punkte und 13 Touchdowns geschafft. Wichtig dabei allerdings zu erwähnen: die extrem schmerzhafte Verletzung von Bears-QB Caleb Williams, die Fans und Verein schockierte. Sollte sich der erste Verdacht eines Achillessehnenrisses bewahrheiten, wäre Williams' Saison damit gelaufen.

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Doppelter Jubel in San Francisco: "Run CMC" bei Sieg mit seinem 100. Karriere-Touchdown

Springt zur neuen Bestmarke: Niners-Runningback Christian McCaffrey (M.) schaffte gegen die Dolphins seine Karriere-Touchdowns Nummer 99 und Nummer 100.  © EZRA SHAW / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP

Die "heiße Kartoffel" des Tages geht an Steelers-QB Aaron Rodgers. Er verlor beim dritten Versuch den Ball und weder Pittsburgh noch Gegner New England wollten die Pille aufnehmen, kickten sie am Ende aber immer weiter nach hinten.

Die Steelers holten sich zwar den Ballbesitz, aber auch nur, damit bei 4&43 der Punter aufs Feld kam. Hat eigentlich jemand bei Saints gegen Ravens auf Baltimore gesetzt? Tja. Sportwetten sind eine blöde Idee, was? 24:17 für New Orleans - was zur Hölle.

Besser lief es beim Champ, den Seattle Seahawks. Sie zerlegten den Divisionsrivalen, die Arizona Cardinals, mit 31:7. Inklusive Playoffs ihr zwölfter Sieg in Folge - die längste Siegesserie des Franchise.

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Und wo wir gerade in der NFC West sind: Auch die San Francisco 49ers durften in ihrem ersten Heimspiel gegen Miami Rekorde und Bestmarken feiern.

Die Niners haben nicht nur erstmals seit 1991 ihre ersten beiden Saisonspiele gewonnen, sondern - erstmals in ihrer Gesamtgeschichte - jeweils mit mehr als 20 Punkten Differenz. Brock Purdys 22 Passversuche erreichten nur zweimal ihr Ziel nicht.

Besonders interessant: Star-Runningback Christian "Run CMC" McCaffrey schaffte seinen 100. Touchdown. 50 erreichte er damals bei Carolina, jetzt weitere 50 in der Bay Area. Mindestens 50 Endzonen-Jubel für zwei Teams schafften vor ihm nur die Legenden Marshall Faulk und Randy Moss.

Das waren die Begegnungen am zweiten NFL-Spieltag

So endeten die Partien am ersten Spieltag in der NFL. Ligatypisch werden die Gastgeber-Teams an zweiter Stelle genannt.

  • Detroit Lions @ Buffalo Bills - 31:41
  • Carolina Panthers @ Atlanta Falcons - 34:3
  • New Orleans Saints @ Baltimore Ravens - 24:17
  • Minnesota Vikings @ Chicago Bears - 9:3
  • Cincinnati Bengals @ Houston Texans - 20:6
  • Pittsburgh Steelers @ New England Patriots - 3:20
  • Green Bay Packers @ New York Jets - 20:17
  • Cleveland Browns @ Tampa Bay Buccaneers - 23:19
  • Philadelphia Eagles @ Tennessee Titans - 24:20
  • Jacksonville Jaguars @ Denver Broncos - 13:20
  • Las Vegas Raiders @ Los Angeles Chargers - 26:14
  • Seattle Seahawks @ Arizona Cardinals - 31:7
  • Washington Commanders @ Dallas Cowboys - 20:37
  • Miami Dolphins @ San Francisco 49ers - 13:35
  • Indianapolis Colts @ Kansas City Chiefs - 30:33
  • New York Giants @ Los Angeles Rams - (Di.: 2.15 Uhr)

Spielfrei hatte in dieser Woche noch keine Mannschaft. Die ersten Bye-Weeks starten erst nach Woche 4.

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