Dramatisches Ende: Niners Chemnitz verlieren in letzter Sekunde gegen Bonn

Chemnitz - Dramatisches Ende im Spiel der Niners Chemnitz gegen die Telekom Baskets Bonn. Die Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore (53) lag fast über die komplette Spielzeit vorn. In den Schlusssekunden verloren die Sachsen 75:76 (42:30).

In den letzten Sekunden gaben die Niners den Sieg noch aus der Hand.  © IMAGO / Alexander Trienitz

"Es ist leider schon das zweite Mal in dieser Saison, dass wir durch einen 'Last-Second-Shot' der übers Brett reingeht, verlieren. Das Glück ist nicht auf unserer Seite", sagte Trainer Pastore.

Die Gäste hatten vor 4600 Zuschauern eine miserable Trefferquote aus der Distanz. Doch der entscheidende Dreier von Grayson Murphy (27) landete 3,9 Sekunden vorm Ende im Korb.

Im Gegenzug avancierte ausgerechnet der beste Chemnitzer, Corey Davis (28), zum tragischen Helden. Der Ball landete auf dem Korb-Ring.

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Nach wettbewerbsübergreifend fünf Heimsiegen in Folge verloren die Niners erstmals wieder vor heimischer Kulisse. Davis war mit 21 Punkten bester Werfer. Ihm folgte Kevin Yebo (30, 19 Zähler).

"Das Ende verlief ähnlich wie im Hinspiel, mit dem Glück auf unserer Seite. Wir trafen einen 'Big Shot'. Chemnitz vergab den letzten Wurf. Und so gewannen wir ein Spiel, das in beide Richtungen hätte ausgehen können", meinte Gästecoach Marko Stankovic (42). In Bonn hatte sein Team 84:80 gewonnen.

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Niners-Coach Rodrigo Pastore über Eric Washington: "Ist noch nicht wieder bei hundert Prozent"

Niners-Trainer Rodrigo Pastore (53).  © Hendrik Schmidt/dpa

Die Niners rutschen in der Tabelle weiter ab und müssen mehr denn je um den Einzug in die "Post-Season" bangen.

Roman Bedime (24) und Amadou Sow (27) fehlten verletzungsbedingt. Die letzte Nachverpflichtung Eric Washington (32) war nach auskurierter Mandelentzündung wieder dabei, mit zwei Punkten aber nicht die erhoffte Verstärkung. Pastore: "Eric ist noch nicht wieder bei hundert Prozent."

Zum Spielverlauf meinte der Niners-Headcoach: "Wir hatten eine richtig gute erste Halbzeit. In der zweiten Hälfte taten wir uns vor allem dann schwer, wenn Corey Davis nicht auf dem Feld stand. Wir hatten am Ende die Chance, auf drei Punkte davonzuziehen, holten uns nach dem vergebenen Freiwurf auch noch den Offensivrebound, konnten das aber nicht in einen weiteren Treffer ummünzen."

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Im Gegenzug besiegelte Murphys Dreier die bittere Heimniederlage.

Am kommenden Spieltag müssen die Niners zum angeschlagenen Spitzenreiter Bayern München, der beim 79:91 in Weißenfels die dritte Niederlage in Folge kassierte.

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