Enttäuschende Niederlage für Niners nach spannendem Schlagabtausch gegen Spitzenklub

Chemnitz - Was für eine Achterbahnfahrt! Die Niners Chemnitz lieferten sich mit dem portugiesischen Spitzenklub FC Porto über alle vier Viertel hinweg einen Schlagabtausch an dessen Ende sie mit 87:94 (45:51) unterlagen.

Große Enttäuschung bei den Niners nach der Niederlage gegen FC Porto.
Große Enttäuschung bei den Niners nach der Niederlage gegen FC Porto.  © Imago / Eibner

Die Ausgangslage gestaltete sich wie folgt: Porto wollte dem 83:73 zum Auftakt der Zwischenrunde in Craiova den zweiten Sieg folgen lassen und damit einen großen Schritt in Richtung Europe-Cup-Viertelfinale machen, die Niners wiederum wollten den Schwung aus dem 84:77-Ligaerfolg gegen Bayreuth mitnehmen und selbst den ersten Sieg landen.

Dass die Mannschaft von Headcoach Rodrigo Pastore mit dem zwölfmaligen portugiesischen Meister ein ganzes dickes Brett zu bohren hatte, wurde schnell offensichtlich. Porto übernahm vom Tipoff weg die Führung und baute diese bis Ende des ersten Viertels auf 24:18 aus.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts drohte die "Orange Army" abgehängt zu werden und musste auf einen 2:11-Lauf irgendwie die passende Antwort finden. Sie fanden sie mit starker Defensivarbeit!

Niners Chemnitz wollen sich für das erste Finale warm werfen!
Niners Chemnitz Niners Chemnitz wollen sich für das erste Finale warm werfen!

Kontinuierlich schmolz der 20:35-Rückstand, sodass zur Pause der alte Abstand von sechs Punkten wiederhergestellt und die Partie vor dem Start in die zweite Halbzeit völlig offen war.

Am Ende bewiesen die Portugiesen gegen die Niners den längeren Atem

Nun schwangen die Niners das Zepter und ließen die Gäste nicht zum Zug kommen. Marko Filipovity, Arnas Velicka und Jonas Richter trafen ohne Unterbrechung für zwölf Punkte. Was für ein Lauf! Jetzt brannte in der Messe Chemnitz die Hütte. Die dritten zehn Minuten wurden 28:14 gewonnen.

Jetzt galt es die erstmalige eigene Führung nach Ende eines Viertels ins Ziel zu bringen. Ein enormer Kraftakt, der sich umso schwieriger gestaltete, da Porto mit zwölf Mann auf dem Parkett durch rotierte, während Niners-Coach Pastore lediglich auf neun Akteure zurückgriff.

Tatsächlich bewiesen die Portugiesen den längeren Atem, verkürzten zunächst von 68:81 auf 78:81, um dann nach einem 78:83 auf 89:83 davonzuziehen. Die Niners hielten die Partie zwar bis zum Schluss offen, drehen konnten sie das Ergebnis dagegen nicht nochmal.

Titelfoto: Imago / Eibner

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