Niners brechen in den letzten Minuten ein: Bayern München feiert klaren Heimsieg

München - Da war mehr drin! Die Niners haben in der Basketball-Bundesliga die Überraschung verpasst. Lange Zeit agierten sie beim Tabellenführer FC Bayern München auf Augenhöhe. In den Schlussminuten brachen die Chemnitzer ein und verloren deutlich mit 77:91 (45:46).

Niners-Trainer Rodrigo Pastore (53).  © imago/kolbert-press

So gab es nur eine Überraschung - vor dem Spiel: Das mit Spannung erwartete Duell der besten deutschen Scorer fand nicht statt. Bayern-Star Andi Obst kommt auf einen Schnitt von 16,6 Punkten pro BBL-Partie. Kevin Yebo (16,2) steht dieser Quote kaum nach.

Doch Obst spielte am Sonntag im BMW Park nicht. Svetislav Pesic, mit 76 Jahren der älteste Profitrainer im europäischen Basketball, gab dem Top-Scorer eine Pause.

Yebo ("Dieser Gegner verleiht uns immer einen Extra-Schub") lieferte im ersten Viertel stark ab: sieben Punkte, vier Rebounds. Die anderen Niners-Korbjäger zogen mit. John Newman versenkte am Ende der ersten zehn Minuten den fünften Gäste-Dreier: 28:26!

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Der Zwischenstand sorgte für den ersten Wutausbruch bei Pesic, der mit dem Spiel der Münchner überhaupt nicht zufrieden war. Viel besser wurde der Auftritt des Spitzenreiters im zweiten Viertel nicht.

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Weiter geht’s für die Niners mit drei Heimspielen

Leider versemmelten die Niners, die zwischenzeitlich 35:31 vorn lagen, einige offene Würfe oder sie spielten ihre Angriffe schlecht zu Ende. Auch der letzte Wurf vor der Pause, abgefeuert von Corey Davis, landete nicht im Korb: 45:46 nach 20 Minuten.

In der 23. Minute machte es Davis besser: Dreier zum 53:50. Leider ging danach nicht mehr viel in der Niners-Offensive. Das bestraften die Bayern umgehend. Mit einem 10:0-Lauf setzten sie sich erstmals deutlich ab. Das Sieben-Punkte-Polster hielt bis zum Ende des dritten Viertels (65:58).

Die Aufholjagd das Pastore-Teams blieb im Schlussabschnitt aus. Das waren zu viel Krampf und eine zu schwache Wurfquote, um die Punkte mit nach Chemnitz zu nehmen. Yebo glänzte bei seinem Ex-Verein mit einem Double-Double: 13 Punkte, zwölf Rebounds. Bester Niners-Werfer war Eric Washington mit 15 Zählern.

Weiter geht’s für die Niners mit drei Heimspielen. Die müssen gewonnen werden, sonst ist Platz zehn nicht mehr erreichbar.

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