Chemnitz - Die Niners haben ihren Negativlauf in der Basketball-Bundesliga gestoppt. Nach drei Niederlagen in Folge lieferte die Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore (53) gegen Vizemeister ratiopharm Ulm eine starke Leistung ab. Das Nachholspiel ging mit 79:66 (41:34) an die Chemnitzer.
"Unser Spirit, die Mentalität und der Zusammenhalt waren großartig", geriet Pastore nach dem 13. Saisonsieg seiner Jungs ins Schwärmen. Ein Korbjäger stach bei den Gastgebern heraus: Eric Washington (32).
Der US-Amerikaner hatte im Januar seine Ausstiegsklausel gezogen und war von Jena (gastiert am Samstag in der Messe Chemnitz) zu den Niners zurückgekehrt. Am Mittwochabend lieferte der Guard, der fast 34 Minuten auf dem Parkett stand und sich nur einen Ballverlust leistete, seine mit Abstand beste Leistung ab.
Washington schrammte mit beeindruckenden 17 Punkten, acht Rebounds und zwölf (!) Assists haarscharf am raren Triple-Double vorbei.
Nach dem Spiel auf diese Quoten angesprochen, reagierte er überrascht: "Das habe ich im Spiel gar nicht so wahrgenommen. Nicht nur ich, das gesamte Team hat für diesen Sieg hart gearbeitet."
Pastore verteilte ein Sonderlob an seinen Matchwinner. "Eric war mit seinen Punkten, Rebounds, Assists und Steals ein riesiger Faktor. Aber auch Kostja Mushidi, Corey Davis mit seinen Drives, Kevin Yebo in der ersten Halbzeit und überhaupt das gesamte Team mit starker Verteidigung gegen Chris Ledlum und Co. machten einen tollen Job", so der Argentinier.
Niners-Coach Pastore begeistert: "Behielten stets den Kopf oben"
Endlich gelang es den Niners, über die kompletten 40 Minuten konstant abzuliefern. Zwischen Ende der ersten und Beginn der zweiten Halbzeit schmolz der zwischenzeitliche 16-Punkte-Vorsprung bis auf zwei Zähler (41:39) zusammen.
Die Chemnitzer zeigten eine starke Reaktion. Sie zogen innerhalb weniger Minuten auf 57:45 weg und ließen im letzten Viertel nichts mehr anbrennen.
Pastore: "Intern haben wir vor dem Spiel darüber gesprochen, dass wir als Mannschaft zusammenstehen und positiv bleiben müssen, auch wenn es phasenweise mal schlecht läuft. Das war uns zuletzt in einigen Partien nicht wirklich gelungen. Auch gegen Ulm hatten wir schwere Phasen zu überstehen. Trotz dieser Läufe des Gegners behielten wir stets den Kopf oben."