Darts-Star übergibt sich fünfmal und wirft trotzdem Neuner: "Wollte so schnell wie möglich gewinnen"
Minehead (England) - Die UK Open liefen für Danny Noppert (35) eigentlich rund. Der niederländische Darts-Star schaffte es bis zum Finaltag, besiegte auf dem Weg dorthin Dimitri Van den Bergh (31), Peter Wright (55) und die Nummer zwei der Welt, Luke Humphries (31). Wenn man nicht wusste, dass ihm dabei über weite Strecken speiübel war, hätte man es nicht gemerkt.
"Wenn du dich fünfmal vor deinem Spiel übergeben musst, dann ist das nicht schön", erklärte der 35-Jährige nach seinem Triumph gegen "Cool Hand Luke" in einer Medienrunde.
"The Freeze" war mit heftigen Magenproblemen nach Minehead gereist und musste sich vor allem am Freitag gegen seinen belgischen Kontrahenten Van den Bergh eher auf die Bühne schleppen, als dass er den Turnierstart hätte genießen können.
Umso beeindruckender war, was er den gesundheitlichen Einschränkungen zum Trotz am Oche zeigte: Noppert warf bei seinem 10:4-Erfolg gegen den "Dreammaker" nämlich sogar einen Neundarter.
"Ich wollte das Spiel einfach so schnell wie möglich gewinnen", begründete der Friese seine starke Leistung. "Ich konnte es auch gar nicht richtig feiern, weil ich mich gleich wieder übergeben habe."
Dafür stand hinter der Bühne sogar extra ein Eimer bereit. "Es war wirklich schlimm", so Noppert.
Danny Noppert kann vor dem Match gegen Luke Humphries wieder essen
Vor dem Match am Samstag gegen Humphries ging es beim UK-Open-Sieger von 2022 dann aber schon wieder bergauf.
"Heute Morgen bin ich aufgewacht und habe eine Banane gegessen, um zu sehen, ob mein Magen das mitmacht", beschrieb Noppert. "Er hat sie akzeptiert. Dann habe ich noch drei Eier gegessen, die hat er auch akzeptiert."
Gestärkt schnappte sich der Niederländer seinen ersten TV-Sieg gegen den Weltmeister von 2024. Zur Belohnung wartete Luke Littler (19) im Viertelfinale.
Gegen den aktuell alles übertrumpfenden Youngster, der seinen UK-Open-Titel aus dem vergangenen Jahr am Sonntagabend im Finale gegen James Wade (42) verteidigen konnte, endete Nopperts Reise schließlich. In Erinnerung dürfte sie ihm aber noch eine Weile bleiben.
Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

