Darts zu Olympia? Das sagt Dreifach-Weltmeister Michael van Gerwen

Großbritannien - Seit Jahren wird darüber diskutiert, ob Darts künftig zur olympischen Sportart werden könnte. Jetzt haben sich mit Michael van Gerwen (36) und Stephen Bunting (40) zwei Meister der Zunft zur Thematik geäußert.

Für Michael van Gerwen (36) ist Darts eine Mischung aus Entertainment und Sport.
Für Michael van Gerwen (36) ist Darts eine Mischung aus Entertainment und Sport.  © Steven Paston/PA Wire/dpa

In einer Quizrunde über Großbritannien mit "SportsJOE" ploppten auch die Olympischen Spiele auf. 55 Prozent der Briten glauben demnach nämlich nicht, dass Darts olympisch werden sollte.

Daraufhin gab "MvG" seinen Senf dazu: "Man fragt mich oft, ob Darts überhaupt ein Sport ist. Für mich ist es eine Mischung aus Sport und Entertainment. Was andere Leute sagen, interessiert mich nicht", so der dreifache Weltmeister.

Bunting fügte an: "So wie die Olympischen Spiele im Moment aussehen, da sehe ich Darts nicht drin. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt. Der Sport wird immer größer", erklärte "Bullet".

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Abgeneigt wären beide Pfeilwerfer offenbar nicht: "Heißt das, wir würden dann mehr Privilegien kriegen?", fragte etwa Bunting im Scherz. "Ich habe gehört, Durex ist ein großer Sponsor dort", setzte van Gerwen noch einen drauf. "Na dann, meld mich sofort an", witzelte der Engländer zurück.

Stephen Bunting (40) wäre mit dem richtigen Anreiz gern bei den Olympischen Spielen am Start.
Stephen Bunting (40) wäre mit dem richtigen Anreiz gern bei den Olympischen Spielen am Start.  © Andreas Gora/dpa

PDC-Europe-Boss hält nicht viel von Olympia

Werner von Moltke beschäftigt sich nicht mit den Olympischen Spielen.
Werner von Moltke beschäftigt sich nicht mit den Olympischen Spielen.  © Jonas Hunold/PDC Europe/dpa

Auf Gratisproben der Kondommarke müssen die beiden Darts-Profis aber wohl noch etwas warten, denn eine Aufnahme der Sportart zeichnet sich aktuell nicht wirklich ab.

Vor den letzten Sommerspielen in Paris schloss PDC-Europe-Boss Werner von Moltke den Gedanken vielmehr aus - und schoss scharf gegen das IOC.

Es wäre zwar sicher schön, wenn etwa Gabriel Clemens (42) Deutschland vertreten würde, wie er im dpa-Interview erklärte. Aber Olympia sei "Verbrechen am Athleten", fügte er damals an.

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"Die beteiligten IOC-Mitglieder machen sich alle die Taschen voll, und die Darsteller kriegen nichts. Sie müssen danach hart kämpfen, dass sie über Sponsoren durchkommen", kritisierte von Moltke. "Die klassischen olympischen Sportarten sind die Verlierer der letzten 30, 40 Jahre. Sie leben davon, dass alle vier Jahre einmal Olympia aufploppt."

Titelfoto: Steven Paston/PA Wire/dpa

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