Zu bekannt für die Kurve? Deutscher Darts-Star will in Ruhe Fußball schauen
Dortmund - Kein Bock auf Fame! Niko Springer (26) ist der aufgehende Stern am deutschen Darts-Himmel - und bekennender Fan des Fußballvereins Mainz 05. Zwei Welten, die inzwischen immer häufiger miteinander kollidieren.
"Ich habe eine Dauerkarte im Stehblock. Da ist es dann tatsächlich so, dass ich sehr oft angesprochen werde", verriet der "Meenzer Bub" vor der Darts-EM in Dortmund gegenüber dem Sport-Informations-Dienst.
An sich sei das auch gar nicht schlimm, ergänzte der 26‑Jährige. Vielmehr empfinde er es als Privileg und schönes Gefühl, wenn die Leute mit ihm sprechen oder Bilder machen wollen.
Nur eine Sache stört ihn: "Wenn dann das Spiel losgeht und man eigentlich seine Mannschaft unterstützen will und dann immer wieder in Gespräche verwickelt wird, das ist dann teilweise ein bisschen blöd."
Wegschicken würde der deutsche Pfeilwerfer deshalb allerdings niemanden. "Ich lasse es dann mehr oder weniger über mich ergehen. Deswegen ist es in der Hinsicht manchmal schon ein bisschen schwierig", gestand er.
Die Nummer 36 der Darts-Weltrangliste wurde in Mainz geboren und unterstützt die Nullfünfer schon, seit er denken kann, wie Springer bereits vor zwei Jahren in einem Interview mit dem Bundesligisten erklärte.
Niko Springer folgt dem 1. FSV Mainz 05 auch in die Ferne
"Ich habe zehn Jahre lang selbst Fußball gespielt und musste dann wegen einer Verletzung aufhören. Der Sport war und ist aber nach wie vor meine große Leidenschaft", erzählte der zweifache WM-Teilnehmer.
Wenn er nicht gerade am Dartboard steht, dann schnürt Springer auch heute noch selbst die Fußballschuhe oder unterstützt seinen FSV im Stadion oder vor dem Fernseher. "Es gab nie einen anderen Club und daran wird sich auch nichts ändern", stellte er damals klar.
Kurz vor der letzten Darts-WM reiste er mit seinen Mainzern sogar noch für das Conference-League-Auswärtsspiel gegen Universitatea Craiova mit nach Rumänien - um vor dem Jahreshighlight noch einmal abzuschalten, wie er der Bild erklärte.
Im Frühjahr ließ er im Interview mit der HNA eine weitere Liebeserklärung an seinen Herzensverein folgen: "Das Stadion bleibt für mich das absolute Highlight. Ich versuche immer, da zu sein, wenn es möglich ist, habe noch eine Dauerkarte, verfolge auch auf Reisen jedes Spiel. Das ist einfach sehr besonders."
Titelfoto: Bradley Collyer/PA Wire/dpa, Torsten Silz/dpa

