Nach fristloser Kündigung: Eislöwe Pielmeier siegt erneut vor Gericht

Dresden - Die Dresdner Eislöwen wollten und mussten beim Kader für die laufende Saison Geld sparen, weil unklar ist, welche Folgen die Corona-Pandemie für den DEL2-Klub haben wird.

Thomas Pielmeier (33) wollte seit Saisonbeginn immer mittrainieren und seinen Vertrag erfüllen. Durfte aber nicht, wurde sogar fristlos gekündigt. Jetzt siegte er zumindest vor Gericht.
Thomas Pielmeier (33) wollte seit Saisonbeginn immer mittrainieren und seinen Vertrag erfüllen. Durfte aber nicht, wurde sogar fristlos gekündigt. Jetzt siegte er zumindest vor Gericht.  © Lutz Hentschel

Zahlen sie im Fall Pielmeier jetzt saftig drauf?

Sportlich lief's am Montagabend in Heilbronn (1:3) nicht und auch vor Gericht konnten die Eislöwen am Dienstag keinen Sieg erringen.

Es ging um das Aktenzeichen "9Ca2490/20". Dabei musste das Dresdner Arbeitsgericht prüfen, ob die fristlose Kündigung vom 6. November von Ex-Eislöwen-Kapitän Thomas Pielmeier (33, Vertrag bis Ende der Saison) rechtens ist.

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Am Nachmittag war klar: Nein!

"Darüber hinaus hat die Kammer durch das Schlussurteil die Beklagte verurteilt, den Kläger als Eishockeyspieler in der 2. Eishockeybundesliga / DEL2 längstens bis zwei Tage nach dem letzten Spieltag für die Beklagte in der Saison 2020/2021 zu beschäftigen und an den Kläger die beantragte Vergütung zu zahlen", teilte Arbeitsgerichts-Sprecherin Katrin Vetter mit.

Demnach dürfte der Stürmer wieder mittrainieren.

Ex-Eislöwe Thomas Pielmeier wird bald ins heimische Deggendorf zurückkehren

Der Ex-Eislöwen-Kapitän hätte sich diesen Gang vors Arbeitsgericht gern erspart.
Der Ex-Eislöwen-Kapitän hätte sich diesen Gang vors Arbeitsgericht gern erspart.  © Lutz Hentschel

Im Fall Pielmeier die zweite Löwen-Pleite. Bereits Anfang Dezember stellte Richterin Vetter fest, dass die mit Corona begründete Gehaltskürzung der im Zweijahres-Vertrag beschlossenen Monatsvergütung (3.250 Euro netto) nicht begründet ist.

Das Geld hat der Stürmer bis heute nicht. Grund: Der DEL2-Klub ging in Berufung.

Geschäftsführer Maik Walsdorf rechnet trotz Anwalts- und Gerichtskosten nicht damit, dass die Eislöwen Schaden nehmen: "Wir haben in dem Rechtsstreit Pro und Kontra abgewogen und finanziell alle Eventualitäten einkalkuliert."

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Dass Pielmeier aber in den kommenden Wochen wieder zur Mannschaft stößt, ist unwahrscheinlich. Der Zweitligist will dies verhindern, und der Rechtsstreit geht weiter.

Dem 33-Jährigen bleibt aber der Teilerfolg, und er durfte sich über Nachwuchs freuen: "Am Montag kam unsere Tochter Noé zur Welt."

Mit seiner Frau Leni geht's demnächst zurück ins heimische Deggendorf. Wo er dann wohl auch wieder auf dem Eis trainieren darf.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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