Formel 1: Ordner soll Rauchfackel auf die Rennstrecke geworfen haben!

Zandvoort - Es war der Aufreger beim Großen Preis der Niederlande! Eine Rauchfackel war aus den Fan-Rängen auf die Strecke geworfen wurden und sorgte für eine Unterbrechung des Qualifyings.

Eine Rauchfackel auf der Strecke sorgte für eine Unterbrechung der Qualifying-Session.
Eine Rauchfackel auf der Strecke sorgte für eine Unterbrechung der Qualifying-Session.  © Hasan Bratic/dpa

Jetzt ist ein Video auf Twitter aufgetaucht, das zeigt, wie die Fackel auf die Strecke gelangte.

Anders als anfänglich vermutet, soll es sich dabei augenscheinlich nicht um einen Fan, sondern - der Kleindung nach zu urteilen - um einen Ordner handeln.

Das Sicherheitspersonal ist an den Rennwochenenden da, um die Sicherheit auf und an der Strecke zu gewähren.

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Der Mann, der den Rauchtopf wirft, soll laut einem Bericht von "BILD" die Fackel in der Menge entdeckt haben wollte sie wohl entsorgen. Aus einem Impuls heraus tat er das nicht hinter der Tribüne, sondern warf sie über die Streckenbegrenzung.

Der Betreiber ordnete die Aktion eher als Lappalie ein und sagte "Gut gemeint, schlecht gemacht."

Der Werfer war augenscheinlich stolz auf seine Aktion und klatschte zufrieden in die Hände. Die Fans auf der Tribüne sahen das anders. Mehrere Menschen drehten sich erschrocken um und stellten den Ordner zur Rede. Doch der Mann hatte wohl Glück, er soll nicht für die Unterbrechung der Session verantwortlich gewesen sein. Das Video zeigt, dass sich zu diesem Zeitpunkt keine Rennwagen auf der Strecke befanden.

Laut der holländischen Zeitung "AD" soll ein Mann aus Twente die Fackel geworfen haben, die für den Abbruch der Session sorgte. Er wurde anschließend der Strecke verwiesen.

Weltmeister und Lokalmatador Max Verstappen kritisierte die Aktion der Fans deutlich

Trotz der Freude über das gelungene Wochenende, kritisiert Max Verstappen (24, r.) seine Fans scharf.
Trotz der Freude über das gelungene Wochenende, kritisiert Max Verstappen (24, r.) seine Fans scharf.  © Peter Dejong/ap/dpa

Dass solche Aktionen auch für die Fahrer gefährlich sein können, zeigte sich im Qualifying beim Deutschen Sebastian Vettel (35). Der Heppenheimer verlor auf seiner schnellen Runde die Kontrolle über seinen Wagen, weil er über Dreck auf der Strecke fuhr und konnte sich nicht für das zweite Qualifying qualifizieren.

Vermutungen liegen nahe, dass es sich bei dem Dreck um Rückstände der Rauchfackeln handeln könnte.

Auch die Fahrer hatten wenig Verständnis für die Aktionen der Fans und klagten über schlechte Sicht auf der Strecke.

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"Die meiste Zeit ist das ein eindeutiges Orange und man weiß, dass es sich um eine Fackel handelt", sagte Williams Pilot Nicholas Latifi (27). Beim Rennen in Belgien, wo ebenfalls viele Fans aus den Niederlanden dabei waren, soll der Rauch für Verwirrung gesorgt haben. "In Spa gab es ein paar Mal die Frage:"Oh ist jemand vorne von der Strecke gefahren und es gibt keine gelbe Flagge?"", ergänzte der 27-Jährige. Bereits in Österreich waren Fans aus den Niederlanden negativ aufgefallen.

Auch Weltmeister Max Verstappen (24) kritisierte das Verhalten seiner Fans. "Macht das einfach nicht! Das bringt niemandem etwas. Ihr werdet rausgeworfen und könnt das Rennen nicht sehen, und für uns wird die Session unterbrochen, weil es gefährlich ist, wenn Dinge auf der Strecke sind", sagte der Red-Bull-Pilot.

Auch am kommenden Wochenende beim Rennen in Monza werden viele Zuschauer erwartet. Dort sorgen die Ferrari-Fans Jahr für Jahr für eine beeindruckende Kulisse - hoffentlich diesmal ohne Rauch und Gegenstände auf der Strecke.

Titelfoto: Hasan Bratic/dpa

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