Amateur-Team geht unter, der Trainer hat ganz andere Probleme

Gütersloh - Kurioser Vorfall im Amateurfußball! In der Bezirksliga Westfalen Staffel 2 empfing die Reserve des FC Gütersloh am vergangenen Wochenende das Schlusslicht VfB Fichte Bielefeld. Der Fußball stand bei dem Match nicht im Vordergrund.

Im Amateursport steht nicht immer das Sportliche im Vordergrund. (Symbolbild)
Im Amateursport steht nicht immer das Sportliche im Vordergrund. (Symbolbild)  © Marius Becker/dpa

Die Gäste konnten dem Tabellenzweiten bis zur Pause Paroli bieten, doch nach dem Seitenwechsel nahm das Match dann zu Ungunsten der Bielefelder an Fahrt auf.

In der 50. Spielminute kassierten die Ostwestfalen das 1:3, ehe Gütersloh-Torjäger Lukas Acar dem Gästeteam in der 71. Minute den sportlichen K.o. versetzte.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte der Trainer des Tabellenletzten an der Seitenlinie wohl lautstark das Wort ergriffen, um eine noch höhere Pleite seiner Schützlinge abzuwenden, doch Fichte-Coach Jan Kubovic (51) hatte in Wahrheit ganz andere Sorgen - und damit sind NICHT die Gegentore oder die drohende Niederlage seiner Jungs gemeint.

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Die zweite Hälfte verbrachte der Bielefelder Coach nämlich unfreiwillig in der Kabine, genauer gesagt auf der dortigen Toilette.

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Ein Trainer musste seine Zeit unfreiwillig auf der Toilette in der Kabine absitzen. (Symbolbild)
Ein Trainer musste seine Zeit unfreiwillig auf der Toilette in der Kabine absitzen. (Symbolbild)  © Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

Nach Informationen der "Neuen Westfälischen" soll ein defektes Schloss ursächlich für dessen skurrile Abstinenz gewesen sein.

Der Fußballtrainer saß laut eigenen Angaben fast eine Stunde dort fest, das Schloss sei einfach nicht mehr aufgegangen. Es sei aber nicht sein Fehler gewesen, wie er versichert.

Nach rund einer halben Stunde sei schließlich ein Hausmeister gekommen, doch die nächste Hiobsbotschaft folgte auf dem Fuße: Der hatte kein Werkzeug dabei und konnte auch erstmal nichts ausrichten.

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Während dieser Zeit wurde er in Person von Torwarttrainer Sven Ziepelmeier und dem 18-jährigen Trainersohn Sinischa Kubovic vertreten. Nach einer gefühlten Ewigkeit sei die Tür dann offenbar eingetreten worden - und der Coach in Freiheit gewesen.

Kurios: Als der Schiedsrichter von der Toiletten-Geschichte Wind bekam, habe er darauf bestanden, dass das Spiel fortgeführt wird. Nun liegt es in den Händen eines Sportgerichts, ob diese Entscheidung vertretbar war. Die Bielefelder haben Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt.

Titelfoto: Marius Becker/dpa;Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

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