Aus für die Super-League? Europäischer Gerichtshof kontert Real, Barca und Juve

Luxemburg - In einem Gutachten des Europäischen Gerichtshof wird den Plänen von Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin, eine eigene "Super-League" zu gründen, eine Absage erteilt. Die UEFA sowie die FIFA hatten den Vereinen mit einem Ausschluss gedroht.

Drei Clubs wollen dem bestehenden Fußball-System den Kampf ansagen und scheitern. Real Madrid, der FC Barcelona und Juventus Turin sind jeweils stark verschuldet. (Symbolbild)
Drei Clubs wollen dem bestehenden Fußball-System den Kampf ansagen und scheitern. Real Madrid, der FC Barcelona und Juventus Turin sind jeweils stark verschuldet. (Symbolbild)  © alphaspirit/123rf, alfonsodetomas/123rf, uhland38/123rf, monticello/123rf

Grundsätzlich könne ein eigener neuer Spielbetrieb durch die drei Teams gestartet werden, jedoch wären die Spieler der Vereine dadurch von allen sonstigen Wettbewerben der Verbände UEFA und FIFA ausgeschlossen.

Die Androhungen eines Ausschlusses von den Wettbewerben der FIFA und UEFA seien durch das Gutachten des EuGH als rechtskonform eingestuft worden. Die Kläger-Clubs Real, Barca und Juve argumentierten zuvor, dass durch einen solchen Ausschluss ein Monopol von den beiden mächtigsten Fußball-Verbänden ausgeübt werde.

Bereits im April 2021 hatten insgesamt zwölf große Fußballclubs die Gründung einer solchen "Milliardenliga" und stießen schon damals auf großen Protest seitens der etablierten Verbände.

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Der Großteil der Teams zog sich daraufhin von diesem Vorhaben zurück und lediglich die drei hoch verschuldeten Clubs Real, Barca und Juve blieben als letzte Verfechter der Idee einer "Super-League" übrig.

Ein Fünkchen Hoffnung bleibt der "Super-League" trotzdem noch, da das veröffentlichte Guthaben nicht bindend sei und somit noch das Urteil der großen Kammer des Gerichtshofs im März 2023 abzuwarten bleibt. Im Großteil der Fälle folgt die große Kammer jedoch dem vorherigen Gutachten.

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