Bald ein neues Sommermärchen in Deutschland? DFB plant wohl WM-Bewerbung!
Frankfurt am Main - Das wäre ein Ding! Der DFB plant offenbar ein neues Sommermärchen in Deutschland. Der Verband soll aktuell eine Bewerbung für die Weltmeisterschaft 2038 oder 2042 vorbereiten.
Das berichtete die Bild. Demnach habe DFB-Präsident Bernd Neuendorf (64) die Vorüberlegungen im DFL-Präsidium vorgestellt und sei mit den Bewerbungsplänen auf große Zustimmung bei den DFL-Bossen gestoßen.
Die FIFA verlangt für die Austragung 14 Stadien mit mindestens 40.000 Plätzen. Laut dem Bild-Bericht seien daher Berlin, Leipzig, Hamburg, Hannover, Bremen, Düsseldorf, Köln, Gelsenkirchen, Dortmund, Frankfurt, Kaiserslautern, Mönchengladbach, München und Stuttgart als Spielstätten vorgesehen.
Hans-Joachim Watzke (66) und Co. befürworten eine potenzielle Bewerbung wohl auch, weil so notwendige Renovierungen und Neubauten der Stadien angestoßen werden könnten und die Bundesliga so die finanzielle Kluft zur Premier League nicht noch weiter wachsen lassen könnte.
Allerdings dürfte eine WM erst 2042 wieder in Europa möglich sein. Zuletzt hatte die FIFA die Turniere stets so vergeben, dass ein Kontinentalverband zweimal aussetzen musste, bevor er wieder eine WM austragen durfte.
Da die WM 2030 allerdings unter anderem in Spanien und Portugal stattfindet, käme 2038 kein europäisches Land als Ausrichter infrage, auch der DFB geht demnach davon aus, dass eine Austragung erst 2042 realistisch ist.
DFB will Bewerbungspläne nach der anstehenden Weltmeisterschaft vorantreiben
Um eine feste Bewerbung handelt es sich allerdings ohnehin noch nicht, die Pläne sollen nach der anstehenden WM in Nordamerika vorangetrieben und Gespräche mit der Politik geführt werden.
Dabei soll es auch um von der FIFA verlangte Garantien und finanzielle Beteiligungen gehen.
Wann bei einer deutschen WM-Bewerbung dann feststeht, ob das Turnier auch tatsächlich an die Bundesrepublik geht, ist noch unklar: Zuletzt wurden die Weltmeisterschaften 2030 und 2034 im Doppelpack im Dezember 2024 vergeben, also mit sechs bzw. zehn Jahren Vorlauf.
Titelfoto: Marcel Mettelsiefen/dpa
