Akteneinsicht beantragt: Drittligist nimmt Suche nach Hitlergruß-Zuschauer selbst in die Hand!

Essen - Der Hitlergruß-Eklat vom Saisonauftakt lässt Rot-Weiss Essen nicht los. Jetzt wurde der Drittligist für die Aktion des mitgereisten Zuschauers, der immer noch nicht identifiziert werden konnte, bestraft. Der Club akzeptiert das nicht nur anstandslos, sondern will das Heft des Handelns nun sogar selbst in die Hand nehmen.

Die Saison startete für Rot-Weiss Essen in der 3. Liga mit einem Fan-Eklat, für den der Verein jetzt bestraft wurde. (Archivfoto)  © Christoph Reichwein/dpa

Noch bevor der DFB die Sanktion am Dienstag selbst öffentlich kommunizieren konnte, hatte RWE die eigene Zustimmung zum Urteil des Sportgerichts mit einer Geldstrafe über 22.000 Euro bereits in einem Statement geteilt.

Außerdem distanzierte sich der Verein nochmals ausdrücklich von dem beschämenden Ereignis am 9. August, als ein Anhänger im Gästeblock des Saarbrückener Ludwigsparkstadions den zwischenzeitlichen Essener Führungstreffer zum 1:0 mit dem Zeigen der in Deutschland verbotenen Geste bejubelte.

Zwar reagierten die umstehenden Fans sofort und drückten den Arm des Mannes wieder herunter, doch der Ausschnitt, der auch bei der Übertragung auf MagentaTV zu sehen war, verbreitete sich rasch als Clip im Netz. Trotzdem konnte die Polizei den Übeltäter bis heute nicht ausfindig machen und zur Rechenschaft ziehen.

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RWE möchte das unbedingt ändern: "Der Verein vertraut weiter den Behörden, beobachtet aber zugleich die Entwicklung und ist zudem bereit, selbst weitere Schritte für die Ermittlung des Täters einzuleiten und ihn in Regress nehmen zu können. So hat RWE bereits beispielsweise Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft Saarbrücken zu dem Fall beantragt", hieß es in der Stellungnahme.

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Fanszene von Rot-Weiss Essen soll Hitlergruß-Zuschauer verstoßen haben

RWE will die Suche nach dem Zuschauer, der am 1. Spieltag der 3. Liga den Hitlergruß zeigte, tatkräftig unterstützen.  © Anke Waelischmiller/dpa

Essen werde demnach "alle Möglichkeiten ausschöpfen" und ziehe bei erfolgreicher Identifizierung von Stadionverbot über Vereinsausschluss bis hin zu straf- oder zivilrechtlichen Schritten alle Mittel in Betracht.

Der Drittligist könnte bei der eigenen Suche nach dem Täter eventuell sogar ganz gute Chancen haben, wie ein Bericht der "WAZ" nahelegt.

Nach Informationen des Blattes ist der gesuchte Zuschauer innerhalb der aktiven RWE-Fanszene nämlich durchaus bekannt. Demzufolge wurde er nach der Aktion verstoßen und zur "unerwünschten Person" erklärt. Bei Spielen des Clubs sei er seitdem nicht mehr gewesen.

Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 MSV Duisburg 9 26:11 24
2 Viktoria Köln 8 24:11 18
3 Rot-Weiss Essen 9 18:12 18
4 FC Hansa Rostock 9 17:17 15
5 1. FC Saarbrücken 9 21:16 14
6 SV Waldhof Mannheim 8 16:11 13
7 TSG 1899 Hoffenheim II 9 18:14 13
8 SC Preußen Münster 8 15:16 12
9 Alemannia Aachen 8 13:13 11
10 Fortuna Düsseldorf 8 8:9 11
11 VfB Stuttgart II 9 16:18 11
12 SC Verl 8 12:15 11
13 SC Fortuna Köln 9 8:10 10
14 SV Meppen 9 11:16 10
15 SSV Jahn Regensburg 8 18:17 8
16 FC Würzburger Kickers 9 13:19 8
17 FC Ingolstadt 04 8 9:15 8
17 SV Wehen Wiesbaden 8 9:15 8
19 SG Sonnenhof Großaspach 8 7:14 8
20 TSV Havelse 9 12:22 5

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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