Drei Tests verpasst? DFB-Star soll wohl Dopingsperre drohen
Frankfurt - Droht ihr bald eine lange Sperre? Die 44-malige deutsche Nationalspielerin Laura Freigang (28) soll insgesamt drei Dopingtests versäumt haben – die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) sieht dafür eine Regelsperre von zwei Jahren vor.
Das berichtete Sport1, Freigangs Klub Eintracht Frankfurt, dessen Kapitänin sie auch ist, sowie der DFB wollten sich demnach auf Anfrage nicht zu dem Thema äußern.
Im Anti-Doping-System sind unangekündigte Tests vorgesehen, für die die Sportler an jedem Tag ihren Aufenthaltsort und einen 60-minütigen Zeitraum angeben müssen, in dem sie für Kontrollen zur Verfügung stehen. Wird der Athlet in diesem Zeitfenster nicht am angegebenen Ort angetroffen, gilt das als verpasster Test.
Bei drei sogenannten "Missed Tests" innerhalb von zwölf Monaten wird ein Disziplinarverfahren eingeleitet, auf das meist eine Sperre folgt. Die Mindeststrafe liegt bei einem Jahr, die üblichen Sperren zwischen 18 und 24 Monaten.
Um einen solchen Vorwurf geht es Sport1 zufolge auch in Freigangs Fall, für die Einleitung des Disziplinarverfahrens sowie eine mögliche Sperre ist dann der DFB als betreffender Sportverband verantwortlich. Die Dopingsperre gibt es völlig unabhängig davon, ob der betreffende Athlet tatsächlich verbotene Substanzen zu sich genommen hat oder nicht.
Dopingsperre wegen drei Missed Tests: Das passierte schon anderen Sportlern
Dass ein Sportler gleich drei Tests verpasst, passiert nicht häufig, aber doch immer wieder, ein prominentes Beispiel ist etwa die Rodel-Weltmeisterin Madeleine Egle (27), die im vergangenen August für 20 Monate gesperrt wurde.
Auch Raven Saunders (30), die bei den Olympischen Spielen 2021 Silber im Kugelstoßen geholt hatte, wurde dreimal nicht angetroffen und daraufhin im März 2023 für 18 Monate gesperrt.
Sollte sich der Vorwurf gegen Freigang bewahrheiten, würde eine Sperre der Stürmerin nicht nur für sie selbst einen schweren Rückschlag darstellen, sondern auch Eintracht Frankfurt empfindlich treffen.
Der Bundesliga-Klub muss bereits die Abgänge der beiden Nationalspielerinnen Nicole Anyomi (26) und Elisa Senß (28) verkraften, mit Freigang droht nun auch die Kapitänin wegzubrechen.
In der deutschen Nationalmannschaft hat Freigang unter Bundestrainer Christian Wück (52) aktuell ohnehin einen schweren Stand, wurde für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele gegen Norwegen und Slowenien nur auf Abruf nominiert.
Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

