Klopp-Überraschung glaubte an Scherz: "Gefragt, ob er mich verarschen will"

Elversberg - Vergangene Woche nominierte Jürgen Klopp (59) seinen ersten Kader als Trainer der deutschen Nationalmannschaft - in Übergröße mit zwei kompletten Teams. Eine der dicksten Überraschungen darin hört auf den Namen Felix Keidel. Der 23-Jährige debütierte mit der SV Elversberg gerade erst in der Bundesliga und glaubte zunächst an einen Scherz.

Felix Keidel (23, r.) hat sich bei der SV Elversberg in den Fokus von Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp gespielt.  © Uwe Anspach/dpa

Nicht etwa ein Anruf, sondern der eigene Co-Trainer Mike Frantz (39) ließ die Kinnlade des gebürtigen Duisburgers zwei Tage vor der offiziellen Bekanntgabe im Training herunterklappen, wie Keidel nach dem 0:0 am Sonntag auf Schalke verriet.

"Da habe ich dann erst gefragt, ob er mich verarschen will", sagte der Defensivakteur beim BR. "Aber dann war es wahr."

Später am Tag habe schließlich auch Klopp persönlich bei ihm durchgeklingelt. "Er hat mich gefragt, wie es mir geht", sagte der Elversberger. "Da habe ich gesagt: 'Mir geht es gut und Ihnen?' Da hat er aber direkt gemeint: 'Ihnen soll ich lassen oder Sie. Ich bin Du oder Jürgen.'"

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Keidel stammt aus der Jugend des FC Ingolstadt, wo er mit 20 Jahren den Durchbruch in die erste Mannschaft schaffte. 82 Mal kam er seitdem in der 3. Liga zum Einsatz, ehe er im Sommer 2025 an die Kaiserlinde wechselte.

Auch im Saarland etablierte sich die stets fleißige Arbeitsbiene rasch, pendelte aber oft zwischen Rechts- und Linksverteidigerposition. Gegen Ende der Aufstiegssaison musste Keidel auch häufiger mal von der Bank aus zuschauen.

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Elversbergs Co-Trainer Mike Frantz (39) hat Felix Keidel mit dessen DFB-Nominierung überrascht.  © David Inderlied/dpa

So plant Jürgen Klopp mit Felix Keidel

Bleibt Felix Keidel bei Jürgen Klopp (59) im Mittelfeld beheimatet oder kommt er doch als Rechtsverteidiger zum Einsatz?  © Boris Roessler/dpa

Diese Saison gehört der Rechtsfuß bislang zum unangefochtenen Stammpersonal von SVE-Coach Vincent Wagner (40), allerdings als defensiver Mittelfeldspieler. Auf dieser Position bestritt er wettbewerbsübergreifend alle fünf Partien und steuerte ein Tor sowie zwei Vorlagen bei.

Und wo sieht Klopp ihn in der Nationalelf? "Er hat mir noch nichts verraten. Er meinte, er hat mich bisher nur im Mittelfeld gesehen, aber es ist auch sehr gut, wenn ich rechts spielen könnte. Deswegen bin ich auf diese beiden Positionen eingestellt", erklärte Keidel bei Sky.

Direkt nach dem Schalke-Spiel war der Elversberger Shootingstar noch nicht übermäßig aufgeregt, er rechne in dieser Woche jedoch mit "ein bisschen Anspannung, aber auch sehr viel Freude".

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Keidel steht im zweiten Klopp-Kader und könnte somit gegen Serbien (1. Oktober) oder im Rückspiel gegen Griechenland (4. Oktober) sein DFB-Debüt feiern.

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