Nicht schon wieder! Gwinn-Aus überschattet klaren DFB-Sieg gegen Österreich
Von David Joram, Patrick Reichardt
Nürnberg - Begleitet von einem Schreckmoment um Kapitänin Giulia Gwinn stürmen die deutschen Fußballerinnen weiter erfolgreich durch die WM-Qualifikation. Gegen Österreich siegte das Team von Bundestrainer Christian Wück nach durchwachsener erster Hälfte in Nürnberg deutlich mit 5:1 (1:0).
Beim dritten Erfolg im dritten Quali-Spiel für die WM 2027 in Brasilien musste Anführerin Gwinn allerdings schon in der 33. Minute vom Platz, nachdem sie bei einem Zusammenprall unglücklich auf die linke Schulter gefallen war.
Eine Diagnose stand bei Gwinn, die mit Melanie Brunnthaler vom Hamburger SV kollidiert war, zunächst aus. Ein erneuter Ausfall der 26 Jahre alten Rechtsverteidigerin wäre vor allem für den FC Bayern vor dem Champions-League-Halbfinale am 25. April gegen den FC Barcelona bitter.
Und für Gwinn ohnehin: Bei der EM im Vorjahr kostete eine Innenbandverletzung im linken Knie in Spiel eins quasi das gesamte Turnier. In den Jahren zuvor erlitt Gwinn bereits zwei Kreuzbandrisse (2020 und 2022), schaffte aber stets ein Comeback.
Ohne ihre Kapitänin, für die Carlotta Wamser kam, drehte die DFB-Elf vor allem nach der Pause auf.
Die Tore gegen die weiter punktlosen Österreicherinnen erzielten Nicole Anyomi (17. Minute), Vivien Endemann (52.), Sarah Puntigam (68./Eigentor), Jule Brand (76.) und Lea Schüller (83.) vor 24.237 Zuschauern im Frankenstadion. Für Österreich traf Chiara D'Angelo (77.).
Titelfoto: Bildmontage: Daniel Karmann/dpa, Daniel Karmann/dpa
