Leverkusen - Der Favorit hat sich durchgesetzt! Bayer 04 Leverkusen steht nach einem 3:0-Sieg über den FC St. Pauli im DFB-Pokal-Halbfinale. Die Partie war allerdings enger, als es das Ergebnis vermuten lässt.
Schon kurz nach Anpfiff wurde deutlich, wie sich dieses Spiel entwickeln würde. Leverkusen hatte in der Anfangsphase teilweise 85 Prozent Ballbesitz, während St. Pauli das Zentrum dicht machte und auf Nadelstiche setzte.
Nachdem Martijn Kaars nach einer Ecke geblockt worden war (4. Minute), hatte die Blessin-Elf Glück, dass Leverkusen einen katastrophalen Fehlpass von Ben Voll nicht ausnutzen konnte (17.). Patrick Schick umkurvte den Keeper, seinen Schuss konnte Karol Mets aber noch vor der Linie blocken - was für eine Szene!
Der Vorletzte der Bundesliga konnte die Partie nun deutlich offener gestalten und kam immer wieder gefährlich nach vorne, doch das alte Thema mit der Durchschlagskraft setzte sich auch im Pokal fort.
Fast aus dem Nichts schlug dann der Favorit zu. St. Pauli bekam einen langen Ball nicht geklärt, Martin Terrier schaltete am schnellsten und jagte das Leder aus 16 Metern ins Eck (32.).
Der Underdog ärgerte die Werkself weiter und hatte durch Kaars noch die große Chance zum Ausgleich. Doch sein Schuss ging aus wenigen Metern klar über die Querlatte.
Bayer 04 war keineswegs die klar bessere Mannschaft, aber letztlich waren machte die individuelle Klasse in den ersten 45 Minuten den Unterschied.
Patrick Schick macht für Bayer Leverkusen den Deckel drauf
Mit der Führung im Rücken kontrollierten die Rheinländer das Geschehen und hatten die Gäste besser im Griff.
Mit der ersten richtigen Chance des zweiten Durchgangs machte Leverkusen den Sack mehr oder weniger bereits zu. Aleix Garcia flankte nach einer Eckenvariante auf den zweiten Pfosten, wo Schick blank stand und sich mit dem 2:0 bedankte.
Durch den Treffer war die Partie so gut wie entschieden. Zwar gab sich St. Pauli nicht auf und hatte durch Danel Sinani von der Strafraumgrenze noch einmal die Chance, doch ein Leverkusener fälschte seinen Schuss zur Ecke ab (70.).
Auf der Gegenseite verpasste Bayer 04 den dritten Treffer. Der eingewechselte Jonas Hofmann knallte einen Ball aus rund 22 Meter gegen den Pfosten (75.). Anschließend spielten sie ihren Stempel runter und ließen nichts mehr anbrennen.
In der Schlussphase blieb es auf den Rängen ruhig. Grund war ein medizinischer Notfall. Nur beim 3:0 durch Hofmann in der Nachspielzeit wurde es noch einmal laut.
Am Ende setzte sich der Favorit souverän durch und zog durch den 3:0-Sieg ins Halbfinale an. Die Kiezkicker hingegen können sich nun voll und ganz dem Kampf um den Klassenerhalt widmen.
Die Statistik zum DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem FC St. Pauli
DFB-Pokal-Viertelfinale
Bayer 04 Leverkusen- FC St. Pauli 3:0 (1:0)
Bayer 04: Blaswich - Quansah, Andrich, Tapsoba - Palacios (58. E. Fernandez), Aleix Garcia (89. Badé) - Vazquez (58. Arthur), M. Tillman, Grimaldo, Terrier (65. Hofmann) - Schick (89. Kofane)
FC St. Pauli: Voll - Ando, Mets, Oppie (46. Saliakas) - Sands, Rasmussen (89. Ceesay), Fujita (68. Irvine), Sinani, Pyrka - Kaars, Pereira Lage (46. Jones/80. Hara)
Schiedsrichter: Florian Badstübner (Nürnberg)
Zuschauer: 30.210 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Terrier (32.), 2:0 Schick (63.), 3:0 Hofmann (90.+2)
Gelbe Karten: Aleix Garcia (2) / Fujita (1), Ando (1)