Nach VAR-Frust beim 1. FC Köln: Das sagt der DFB zur verrückten Szene

Köln/Frankfurt - Zwei Tage nach der bitteren Heimpleite gegen RB Leipzig (1:2) herrscht beim 1. FC Köln weiterhin dicker VAR-Frust. Jetzt schaltet sich der auch der DFB ein und bezieht Stellung innerhalb der Debatte.

Eric Martel (l.) und Said El Mala waren nach Abpfiff komplett ratlos.
Eric Martel (l.) und Said El Mala waren nach Abpfiff komplett ratlos.  © Federico Gambarini/dpa

Es war DIE Aufreger-Szene der Partie: Christoph Baumgart (26) klärt in der 77. Minute einen Schuss von Jan Thielmann (23) mit der Hand vor der Linie, verhindert so das sichere 2:2.

Statt Elfmeter, Roter Karte und Ausgleich gab es allerdings Freistoß für die Gäste.

Denn: Vorausgegangen war der Situation ein Millimeter-Abseits von Kölns Sebastian Sebulonsen (26). Die konnte allerdings erst nach sechs Minuten (!) VAR aufgeklärt werden.

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Jetzt spricht aber der DFB! "Der Ball wurde von David Raum (27) im Sprung mit dem Kopf gespielt und gelangte danach zu Sebulonsen. Bei Raums Kopfball waren die regeltechnischen Voraussetzungen für ein kontrolliertes Spielen des Balles nicht gegeben."

Heißt auf Fan-Deutsch, dass Raum den Ball hätte bewusst köpfen müssen, um eine neue Spielsituation zu schaffen.

Lukas Kwasniok tobt vor Wut

Einer war mit der Entscheidung am Sonntagnachmittag alles andere als zufrieden: FC-Trainer Lukas Kwasniok (44).

Im Interview nach dem Spiel erklärte er, dass man Bundesligaspieler mit der Diskussion degradiere. "Wenn man sich den Kopfball anschaut (...) also wenn das unkontrolliert ist, dann haben wir ein Thema, nämlich, dass wir den Bundesligaspielern viel zu wenig zutrauen. Dann machen wir aus Bundesligaspielern Kreisligaspieler. Das war ein freier Kopfball."

Mit der neuesten Erklärung des DFB dürften er und seine Mannschaft wohl auch nicht ruhig gestellt werden.

Titelfoto: Bildmontage: Federico Gambarini/dpa

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