FIFA schloss ihn kürzlich noch von der WM 2026 aus: Schiedsrichter mit nur 38 Jahren gestorben
Borculo (Niederlande) - Der niederländische Schiedsrichter Rob Dieperink ist am Montag im Alter von nur 38 Jahren gestorben. Kurz zuvor hatte der Unparteiische die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 aufgrund von Vorwürfen noch verpasst.
Wie das niederländische Nachrichtenportal "NU" vermeldet, wurde der langjährige Referee tot in seinem Heimatort Borculo gefunden. Demnach hat der niederländische Fußballverband (KNVB) das Ableben des 38-Jährigen in einer Mitteilung bestätigt.
Eine Todesursache sei noch nicht bekannt, die Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen.
"Wir sind schockiert und zutiefst traurig über den Tod des Schiedsrichters Rob Dieperink. Mit Rob verliert die Schiedsrichtergemeinschaft einen hochgeschätzten Schiedsrichter mit internationaler Erfahrung, vor allem aber einen großartigen und engagierten Kollegen. Unser tiefstes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden und allen, die ihn geliebt haben", hieß es laut "ESPN" in einem Statement des KNVB.
Dieprink leitete bereits seit der Saison 2011/12 Spiele der zweiten Liga in Holland, ab 2017/18 war er dann auch in der erstklassigen Eredivisie tätig. Im April 2024 wurde er als Video-Schiri für die EM in Deutschland nominiert, diese Funktion sollte er eigentlich auch bei der laufenden WM ausführen.
Im April 2026 wurde der Unparteiische dann aber in London verhaftet, da ihm vorgeworfen wurde, einen 17-jährigen Teenager in einem Hotel sexuell belästigt zu haben.
Verfahren gegen Rob Dieperink wurde eingestellt
Das Verfahren gegen ihn wurde später aus Mangel an Beweisen eingestellt, allerdings strich ihn die FIFA mit einem Verweis auf die hohen Ansprüche an den Charakter der Offiziellen von der WM-Liste. Er wurde durch den Franzosen Willy Delajod (33) ersetzt.
Die Anschuldigungen hätten Dieperink "enorm" getroffen, wie der niederländische Schiedsrichterchef Raymond van Meenen (51) vergangenen Monat verriet.
Der Unparteiische habe aber Unterstützung vom KNVB erhalten und wollte demzufolge eigentlich zur kommenden Saison in den Profifußball zurückkehren.
Titelfoto: Maurice Van Steen/ANP/dpa
