Größter Sportpolit-Skandal aller Zeiten? Trump soll für Aufhebung der Rot-Sperre eines US-Stars bei der WM gesorgt haben

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USA - Donald Trump (80) sorgt bei der Fußball-WM womöglich für den größten jemals dagewesenen Sportpolit-Skandal. Wie jetzt ans Licht kommt, soll er hinter der Aufhebung der Sperre von US-Nationalspieler Folarin Balogun (25) stecken. Der Mittelstürmer der AS Monaco hatte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina eigentlich die Rote Karte gesehen und müsste damit in der Nacht zu Dienstag im Achtelfinale aussetzen.

US-Präsident Donald Trump (80, r.) und FIFA-Boss Gianni Infantino (56, l.) sollen hinter der Aufhebung der Sperre von US-Nationalspieler Folarin Balogun (25) stecken.
US-Präsident Donald Trump (80, r.) und FIFA-Boss Gianni Infantino (56, l.) sollen hinter der Aufhebung der Sperre von US-Nationalspieler Folarin Balogun (25) stecken.  © MANDEL NGAN / POOL / AFP

Am Sonntag wurde die Strafe von der FIFA aber plötzlich zur Bewährung ausgesetzt, somit ist der Offensivmann gegen Belgien spielberechtigt.

Wie zahlreiche Medien berichten, soll Donald Trump höchstpersönlich bei FIFA-Boss Gianni Infantino (56) angerufen und ihn zur Überprüfung der Entscheidung und schließlich der Aufhebung der Sperre gedrängt haben.

Auf seiner Plattform "Truth Social" lobte Trump später die Rücknahme der Strafe. "Danke, FIFA, dass Ihr das Richtige getan und eine große Ungerechtigkeit rückgängig gemacht habt." Das brachte den Stein ins Rollen, dass der US-Präsident höchstpersönlich hinter dem Sinneswandel des Weltverbandes steckt.

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Folarin Balogun ist mit drei Toren der bislang erfolgreichste WM-Torschütze der USA. Gegen Bosnien-Herzegowina hatte er nach einem Videobeweis die Rote Karte gesehen. Er war Verteidiger Tarik Muharemovic (23) böse auf den Knöchel getreten.

Nicht nur beim nächsten Gegner Belgien, sondern auch beim europäischen Verband ist die Empörung groß. Die UEFA will sich womöglich noch im Laufe des Montags zu Wort melden. Die Belgier versuchen, die Aufhebung der Sperre noch rückgängig machen zu lassen.

Schiedsrichter Raphael Claus (46) aus Brasilien zeigte Balogun die Rote Karte nach einem rüden Einsteigen.
Schiedsrichter Raphael Claus (46) aus Brasilien zeigte Balogun die Rote Karte nach einem rüden Einsteigen.  © Charlotte Wilson / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP

Die belgische Politik und Jürgen Klopp zeigen sich entsetzt über die Entscheidung

Um dieses heftige Foul handelte es sich bei dem Platzverweis für den US-Star (l.).
Um dieses heftige Foul handelte es sich bei dem Platzverweis für den US-Star (l.).  © IMAGO / ZUMA Press

Auch Deutschlands potenzieller neuer Bundestrainer Jürgen Klopp (59) zeigte sich entsetzt über die Vorgänge.

"Wenn das wirklich Trump und Infantino miteinander ausgemacht haben, das ist verrückt, das stellt alles infrage", sagte er bei Magenta TV und fügte an: "Diese beiden Menschen, die beide von Fußball keine Ahnung haben, sollten gar nichts damit zu tun haben. Das ist unser Spiel, nicht deren Spiel."

Der Coach hofft auf Fair-Play der USA. "Da gibt es gar keine zwei Meinungen. Wenn es tatsächlich so war, da gibt es immer noch die Möglichkeit, dass die USA ihn trotzdem nicht aufstellen, weil sie sagen: 'So wollen wir das nicht haben'. Wir leiden alle unter Fehlentscheidungen. Trotzdem lernen wir alle im Laufe des Lebens, damit zu leben. Und das ist ganz einfach eine Tatsachenentscheidung", so Klopp.

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Auch in der belgischen Politik sorgte die Entscheidung für Aufregung. "Schämt Euch. Wenn Geld die Fäden zieht, verliert die WM jede Glaubwürdigkeit. Die Regeln anzupassen, um Trump zu gefallen, zu versuchen zu schummeln, um zu gewinnen – welch ein bedauernswertes Bild für die FIFA, die Fußball-WM und die USA. Die Regeln müssen von allen respektiert werden, im Sport wie im Leben", schrieb die Oppositionspartei PS.

"Wahre Stärke liegt darin, mit Fairplay zu gewinnen. Genau das wird Belgien tun", erklärte die wallonische Sportministerin Jacqueline Galant (52) auf X und kündigte volle Unterstützung für den belgischen Verband im Kampf gegen die Aufhebung der Sperre an.

Titelfoto: Bildmontage: MANDEL NGAN / POOL / AFP, CHARLOTTE WILSON / GETTY IMAGES VIA AFP, IMAGO / ZUMA Press

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