Frauenfußball in neuen Sphären: Rekord-Transfer geplatzt!

London/Manchester - Alessia Russo (23) ist im Frauenfußball ungefähr das, was Kylian Mbappé (24) oder Cristiano Ronaldo (37) bei den Männern sind! Die englische Nationalspielerin in Diensten von Manchester United sollte für eine Rekordsumme von Arsenal London abgeworben werden, doch Ligarivale Man United entpuppt sich als Spielverderber der besonderen Art.

Filigrane Ballbehandlung, torgefährlich und eine gute Übersicht: Diese Attribute zeichnen Alessia Russo (23, vorne M) von Manchester United aus.
Filigrane Ballbehandlung, torgefährlich und eine gute Übersicht: Diese Attribute zeichnen Alessia Russo (23, vorne M) von Manchester United aus.  © Nigel French/dpa

Wenn im Fußball von abenteuerlichen Ablösesummen die Rede ist, denken die meisten automatisch an Männerfußball.

Dass es auch unter gänzlich anderen Vorzeichen beim Frauenfußball um viel Geld geht, zeigt die jüngste Transfer-Posse um Alessia Russo (23) von Manchester United.

Wie der britische Telegraph berichtet, scheiterte der FC Arsenal London trotz seiner vorgeschlagenen Rekordablösesumme von über 460.000 Euro an einer Verpflichtung von Russo.

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Selbst als die "Gunners" wenige Stunden vor Ende des Transferfensters weitere 100.000 Euro für die hochgehandelte englische Nationalspielerin obendrauf legten, zeigte sich Konkurrent Manchester United unbeeindruckt von der ungewöhnlich hohen Offerte aus London.

Warum das verlockende Angebot von United abgelehnt wurde, liegt auf der Hand. Unter "keinen Preis", so will der Telegraph erfahren haben, wolle man die begehrte Mittelstürmerin ziehen lassen.

Russo erzielte schönstes EM-Tor

Kampf um jeden Zentimeter Gras: Alessia Russo (23, r.) während des EM-Spiels ihrer "Three Lions" gegen Deutschland.
Kampf um jeden Zentimeter Gras: Alessia Russo (23, r.) während des EM-Spiels ihrer "Three Lions" gegen Deutschland.  © Sebastian Gollnow/dpa

Die junge Britin erlangte internationale Bekanntheit, weil ihr Treffer zum zwischenzeitlichen 3:0 (Endstand 4:0) gegen Schweden im Halbfinale der Europameisterschaft 2022 zum schönsten Turniertor gekürt wurde.

Jenes fabelhafte Tor hat in ihren Augen nicht nur ihren persönlichen Wert in die Höhe schnellen lassen, sondern den Frauenfußball insgesamt nach vorne gepusht:

"Wenn das bedeutet, dass wir mehr Anerkennung bekommen - solange der Frauenfußball weiter wächst - dann ist das Teil des Jobs."

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So recht kann sie den ganzen Trubel um die EM noch gar nicht in Worte fassen:

"Das Wachstum des Sports in den letzten Monaten war unglaublich."

Den bisherigen Rekord in Sachen Ablöse hatte übrigens Russos Nationalmannschaftskollegin, Keira Walsh (25), inne. Diese wechselte im vergangenen Sommer für 460.000 Euro von Manchester City zum FC Barcelona.

Damit wäre Alessia Russo bei einem Wechsel zum FC Arsenal ein neuer Rekord im Frauenfußball gelungen. Wäre...wenn sich Manchester United nicht als großer Spielverderber präsentiert hätte...

Titelfoto: Nigel French/dpa

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