E-Mails brachten Ermittler auf die Spur: Spitzenklub soll Spiele manipuliert haben!

Lissabon - Ein Skandal erschüttert den portugiesischen Fußball! Gegen den Spitzenklub Benfica Lissabon und dessen Präsidenten Rui Costa (50) wird wegen Spielmanipulation ermittelt.

Rui Costa (50, r.) absolvierte 94 Einsätze für die Nationalmannschaft Portugals. Seit 2021 ist er als Präsident von Benfica Lissabon tätig. (Archivfoto)
Rui Costa (50, r.) absolvierte 94 Einsätze für die Nationalmannschaft Portugals. Seit 2021 ist er als Präsident von Benfica Lissabon tätig. (Archivfoto)  © EPA/TIAGO PETINGA

Die Untersuchung der Behörden umfasst die Spanne zwischen 2016 und 2020 und betrifft sämtliche Vorstandsmitglieder der besagten Jahre und der Zeit danach, wie die portugiesische Zeitung Diario de Noticias enthüllte.

Laut dem Bericht bilden von der Staatsanwaltschaft abgefangene E-Mails die Grundlage der Ermittlungen. Diese deuten offenbar darauf hin, dass die "Adler" in dem Zeitraum wiederholt von verdächtigen Ergebnissen profitiert hätten.

Der ehemalige Nationalspieler Rui Costa hatte sein jetziges Amt erst 2021 vom langjährigen Präsidenten Luis Filipe Vieira (73) übernommen, nachdem dieser aufgrund von Steuerhinterziehung, schweren Betrugs und Geldwäsche verhaftet worden und zurückgetreten war.

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Der portugiesische Rekordmeister bestätigte die Ermittlungen inzwischen in einem offiziellen Statement. Demnach mussten einige der betroffenen Vorstandsmitglieder bereits am 3. Januar vor Gericht erscheinen.

"Benfica wird sich zur Geheimhaltung des juristischen Prozesses nicht weiter äußern. Benfica bekundet außerdem seine uneingeschränkte Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden", so der Tabellenführer der Primeira Liga weiter.

Benfica Lissabon musste sich schon in der Vergangenheit Vorwürfe anhören

Der frühere FIFA-Schiedsrichter Bruno Paixao (48, r.) beendete 2018 seine Karriere. (Archivfoto)
Der frühere FIFA-Schiedsrichter Bruno Paixao (48, r.) beendete 2018 seine Karriere. (Archivfoto)  © EPA/ESTELA SILVA

Bereits Anfang des vergangenen Jahres sahen sich die "Scharlachroten" mit ähnlichen Anschuldigungen konfrontiert.

Wie Diario de Noticias damals berichtete, soll der Klub dem ehemaligen Schiedsrichter Bruno Paixao (48) satte 1,9 Millionen Euro für "positive" Entscheidungen gezahlt haben.

Die Geldbeträge seien über ein extra für diesen Zweck von Benfica-Mitarbeitern gegründetes Drittunternehmen namens "Best for Business" beim 48-jährigen Referee gelandet.

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Paixao bestätigte zwar, den Betrag erhalten zu haben, allerdings sei dieser für eine "Qualitätskontrolle" der Firma seinerseits geflossen.

Benfica stritt die Vorwürfe zu jener Zeit in einer Mitteilung auf der Vereins-Homepage ab. Man sei von juristischer Seite nie mit Tatsachen, "die den Namen Bruno Paixao oder Vorwürfe der Korruption betreffen" konfrontiert worden.

Titelfoto: EPA/TIAGO PETINGA

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