Bizarre Wende im Impfskandal: Ärztin widerspricht Granit Xhaka trotz Geständnis

Schweiz - Verwirrung im Impfskandal um Granit Xhaka (33)! Erst vor wenigen Tagen gestand der Kapitän der Schweizer Nationalmannschaft, während der Corona-Pandemie ein Impfzertifikat käuflich erworben zu haben, ohne tatsächlich geimpft worden zu sein. Jetzt widersprach jedoch die betroffene Ärztin dem Fußballer.

Granit Xhaka (33) ging am Montag mit einem Impf-Geständnis an die Öffentlichkeit.  © ALEX GRIMM / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP

"Ich habe Xhaka korrekt geimpft", erklärte die 54-jährige Medizinerin gegenüber der Schweizer Tageszeitung "Blick".

Am Montag hatte der Mittelfeldspieler des englischen Erstligisten AFC Sunderland ein Statement auf Instagram veröffentlicht, in dem er zugab, damals große Bedenken gehabt zu haben. "In dieser aufgewühlten Gefühlslage habe ich eine Impfbestätigung erworben, anstatt meine offenen Fragen auf dem vorgesehenen Weg zu klären", schrieb Xhaka.

Die Schweizer Nationalmannschaft verzichtete daraufhin auf seine Nominierung für die anstehenden Länderspiele, außerdem ermittelt die Luzerner Staatsanwaltschaft wegen möglicher Erschleichungen von Urkunden und/oder Urkundenfälschung.

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Dafür gebe es aber keine Grundlage, so die Ärztin. "Granit Xhaka hat sich Anfang 2022 an uns gewendet, um ein Covid-Zertifikat zu bekommen", sagte sie.

Demnach habe der Ex-Leverkusener angegeben, Anfang 2021 bereits an Covid erkrankt gewesen zu sein. "Weil er ja bereits Antikörper besaß, war die erste Impfung als Booster vorgesehen", so die 54-Jährige. Es habe für das Zertifikat also nur eine Impfung gebraucht. Die habe sie dem Fußballprofi gegeben und die Urkunde anschließend ausgestellt.

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Granit Xhaka bleibt bei seinem Impf-Geständnis

Inzwischen spielt Granit Xhaka (r.) für den AFC Sunderland. Zum Zeitpunkt des mutmaßlichen Impfbetrugs stand er noch bei Arsenal unter Vertrag.  © OLI SCARFF / AFP

Daneben dementierte die Medizinerin, dass ihre Praxis inzwischen geschlossen worden sei. Sie arbeite dort schon seit 15 Jahren ohne Unterbrechung und sei sehr wohl weiterhin für ihre Patienten da.

"Das Geschehen der letzten Tage ist überraschend und gleichzeitig belastend", erklärte sie. "Ich hoffe, dass sich das Ganze bald zum Positiven löst."

Zudem betonte die Ärztin, dass sie keine Impf-Skeptikerin sei und ihre Praxis auch während der Pandemie regelmäßig von Kantonsärzten und -apothekern geprüft worden sei.

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Zur Zeit des mutmaßlichen Schwindels stand Xhaka beim FC Arsenal unter Vertrag. Sein Sprecher Andreas Bantel hatte die aufkommenden Vorwürfe zunächst mit der vorliegenden Bestätigung der Ärztin dementiert und zwei Impftermine im Januar sowie November 2022 genannt.

Daraufhin ging Xhaka mit seinem Geständnis jedoch selbst an die Öffentlichkeit. Bei dieser Variante bleibt das Lager des Premier-League-Stars nun auch. Auf Nachfrage von "Blick" und "20Minuten" zu den Worten der Medizinerin habe Bantel auf das Statement vom Montag verwiesen.

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