Brentford (London/England) - Höllische Nachbarn! Am Samstag flog plötzlich ein ungewöhnliches Geschoss in das Gtech Community Stadium des FC Brentford. Offenbar hatte ein Anwohner in der Nähe die Sportart verwechselt - und muss nun mit Ärger rechnen.
Der Premier-League-Club der beiden deutschen Nationalspieler Kevin Schade (24) und Vitaly Janelt (28) hat den Vorfall inzwischen bei der Polizei angezeigt, wie aus einem Statement vom Montag hervorgeht.
"Solch ein Verhalten ist gefährlich und kann großen Schaden anrichten", schrieb der Verein aus dem Westlondoner Stadtteil in seiner Mitteilung. "Der Club unterstützt die Behörden bei der Suche nach den Verantwortlichen und wird geeignete Maßnahmen ergreifen, die zu einer strafrechtlichen Verfolgung führen könnten."
"Die Sicherheit der Fans, Mitarbeiter, Spieler und Offiziellen an Spieltagen hat oberste Priorität", fügten die "Bees" an.
Doch was genau war geschehen? Mehrere Videos, die anschließend im Netz kursierten, zeigen einen jungen Mann, der einen Rugby-Ball in hohem Bogen und unter dem lauten Gelächter einiger Kumpanen von einem Hausdach in den Innenraum des Fußballstadions kickt.
Mitarbeiter trägt Rugby-Ball beim Spiel zwischen dem FC Brentford und dem FC Liverpool vom Rasen
Wie unter anderem die "Daily Mail" berichtet, befindet sich direkt neben der Arena des englischen Erstligisten der luxuriöse "Memento Kew Bridge"-Apartmentkomplex. Die Domizile bieten praktisch aus dem Wohnzimmer einen hervorragenden Blick auf den Rasen des 17.250-Zuschauer-Stadions.
Bei der 1:2-Niederlage des FC Brentford am siebten Spieltag gegen den FC Liverpool bot das Gebäude aber auch die Möglichkeit für leichtsinnigen Schabernack. Von dort soll der Ball demnach gekommen sein.
Glücklicherweise wurde bei dem Nachbarstreich aber niemand verletzt. Ein weiteres Video zeigte später einen Mitarbeiter der "Bees", der das Lederei aus dem Innenraum schaffte.
Laut "Daily Mail" landete der Ellipsoid dabei tatsächlich in der Nähe des Spielfelds.